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Mount Everest Inzwischen starben elf Menschen beim Aufstieg

Bergsteiger auf dem Mount Everest
Bergsteiger auf dem Mount Everest
© Getty Images
Das Bezwingen des Mount Everest gehört sicherlich zu den Highlights vieler Extremsportler. Doch in diesem Jahr wurde die Herausforderung für viele Menschen zur Todesfalle – und die Saison ist noch nicht beendet

Einmal oben auf dem Mount Everest stehen. Als Bezwinger des höchsten Berges der Welt. Was für erhabenes Gefühl. Doch was, wenn der Aufstieg einem am Ende das Leben kostet? Dieses Jahr trifft dies bereits auf elf Personen zu. Und die Saison geht noch ein paar Tage. 

Der Mount Everest brachte dieses Jahr elf Menschen den Tod

Durch die knappe Zeitspanne – ein Aufstieg ist nur zwischen Ende April und Ende Mai möglich – scharen sich Bergsteiger und Extremsportler aktuell in der sogenannten "Todeszone", die sich in einer Höhe von mehr als 8000 Metern befindet. In diesem Jahr hatte sich die Zeitspanne durch das Wetter weiter verkürzt. Doch die "Todeszone" trägt ihren Namen nicht umsonst. Ein Aufenthalt ist selbst für trainierte Sportler und erfahrene Bergsteiger eine Herausforderung; ohne künstlichen Sauerstoff können auch sie nicht mehr als ein paar Minuten auskommen. Steht man nun aber, wie es derzeit der Fall ist, mehrere Stunden im wahrsten Sinne in einer Warteschlange, kann der Sauerstoff knapp werden.

Sportler überschätzen ihre Fähigkeiten, unterschätzen die Gefahr

In einem Interview erklärt Lars Abromeit, GEO-Redakteur und selbst Extrembergsteiger: "Für Höhen von mehr als 7000 Metern sind wir als Menschen schlicht nicht gemacht: Wer sich im Himalaya dort hinauf wagt, baut ab – und zwar schnell. In der dünnen Luft wird man höhenkrank, kühlt schnell aus und macht Fehler, die dann fatal werden können. Das Spannende ist: All diese Risiken sind zwar eigentlich längst bekannt, aber sie werden dennoch oft unterschätzt."

Die "Todeszone" wird den Bergsteigern zum Verhängnis

Wie die Tagesschau berichtet, könne aktuell keine genaue Aussage darüber getroffen werden, wie viele Tote auf das Warten in der "Todeszone" zurückzuführen sind. Allerdings sollen Experten von mindestens vier Fällen ausgehen. Da sich die Auswirkungen meist erst später zeigen, ist ein Rückschluss oft schwierig. 

Nepal gerät in die Kritik

Erfahrene Bergsteiger wissen um die Gefahren ihres Sports. Doch Rizza Alee, selbst Bergsteiger, erklärt gegenüber der Tagesschau: "Leute treiben sich an, die überhaupt nicht in der Lage sind, den Aufstieg zu leisten. Die bringen sich selbst dabei um." Doch nicht nur die Sportler selbst geraten in die Kritik. Vor allem die nepalesische Regierung sieht sich Vorwürfen ausgesetzt. Denn, wer den Mount Everest besteigen will, braucht – je nachdem, ob man ihn von der chinesischen oder der nepalesischen Seite aus erklimmen will – vom jeweiligen Land eine Aufstiegserlaubnis. China begrenzt die Anzahl der Genehmigungen. Nepal hingegen, so der Vorwurf, wolle mit den Einnahmen für die Genehmigungen (pro Aufstieg kann das bis zu 45000 Euro kosten) die Staatskassen füllen. Für die nächste Saison hat die Regierung neue Regularien angekündigt. Verwendete Quellen:Tagesschau, GEO

jko Gala

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