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Moderatorin filmt Mammografie Diagnose Brustkrebs vor laufender Kamera

Mammografie Brustkrebsvorsorge

© Shutterstock
Ali Meyer war eine gesunde, nicht-rauchende Mutter von vier Kindern. Sie ließ ihre Mammografie filmen, um anderen Frauen die Angst zu nehmen. Mit der Diagnose Brustkrebs hatte sie nicht gerechnet.

Eigentlich wollte Ali Meyer, 41, ihren Zuschauern und Followern nur die Angst vor der Untersuchung nehmen – die Angst vor der Mammografie. Dafür ließ sich die Moderatorin vor laufender Kamera untersuchen, um damit zu zeigen, dass die manchmal lebenswichtige Untersuchung nichts ist, vor dem man sich scheuen sollte. Doch am Ende der Prozedur erhielt die damals 40-Jährige, die alles andere als zur Risikogruppe gehörte, die schockierende Diagnose: Brustkrebs.

Mit der Diagnose Brustkrebs hat Ali Meyer nicht gerechnet

In einem Video von damals gesteht sie unter Tränen: "Das ist eigentlich nicht die Art, wie ich darauf aufmerksam machen wollte, doch nun ist es halt so." Damals sei sie sehr wütend gewesen und habe sich teilweise gewünscht, die Mammografie nie gemacht zu haben. Doch heute weiß sie: Ohne die Untersuchung wäre der Krebs nie so früh entdeckt worden. Durch das frühzeitige Handeln der Ärzte nach der Diagnose konnte möglicherweise Schlimmeres verhindert werden.

Drastischer Schritt

Die Ärzte raten der Mutter von vier Kindern zu einem drastischen Schritt: einer Brust-Mastektomie. Keine leichte Entscheidung. Doch Meyer folgt dem Rat der Ärzte und lässt sich zwei Monate nach der Diagnose ihre rechte Brust abnehmen und gleichzeitig rekonstruieren. Heute, ein Jahr später, geht es ihr gut; sie gilt als krebsfrei. Ihren "Auftrag", andere Frauen von der Notwendigkeit einer Mammografie zu überzeugen, nimmt sie heute ernster denn je und sagt: "Mein Rat ist, seid nicht so dumm und naiv wie ich und glaubt, dass es euch eh nicht trifft. Ich war supergesund, hab mich toll gefühlt, sah gut aus, ich hab vier Kinder gestillt, hab nicht geraucht, hatte Idealgewicht, ich war wirklich keine Risikopatientin, habe keine genetische Vorbelastung. Das alles hat mir das Gefühl gegeben, ich könne die Krankheit nicht bekommen. Und ich hätte nicht falscher liegen können."

"Seid nicht so dumm und naiv wie ich"

Ihr offener Umgang mit der Mammografie und später mit ihrer Krankheit hat vielen Menschen geholfen. Unter einem ihrer Videos bei Facebook erhält sie viel positives Feedback. Viele Kommentatoren, die durch eine ähnliche Situation durchmussten, sind dankbar und teilen ebenfalls zahlreich ihre eigenen Geschichten. Und für die ein oder andere Frau ist es sogar ein Weckruf gewesen, selbst einmal wieder zum Arzt zu gehen. Auch wenn sie dafür ein großes Opfer bringen musste, hat Ali Meyer damit ihre selbstauferlegte "Aufgabe" erfüllt. 

Verwendete Quellen: Facebook, Focus

jko Gala

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