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"Unsere Herzen sind gebrochen" Das schwerste Schaf der Welt ist gestorben

Tierischer Weltrekordhalter: Chris trug 41 Kilogramm Fell mit sich herum.
Tierischer Weltrekordhalter: Chris trug 41 Kilogramm Fell mit sich herum.
© Picture Alliance
Das Merino-Schaf Chris ist als wohl schwerstes Schaf der Welt in die Geschichte eingegangen. Weil das Tier für einige Jahre verschwunden war, konnte es nicht geschoren werden – und sorgte nach seinem Auftauchen für herrliche Bilder. Nun ist Chris gestorben.

Als das australische Merinoschaf Chris 2015 in die Schlagzeilen geriet, lieferte es nicht nur lustige Bilder, sondern stellte auch einen Weltrekord auf: Weil Chris jahrelang verschwand, konnte er nicht geschoren werden. Die Folge? Chris trug über 40 Kilogramm Fell mit sich herum. Es ist ein Wunder, dass er die heißen Sommer überlebte, so die Tierschutzeinrichtung, die Chris nach seinem Auftauchen versorgte. Nun musste "Little Oak Sanctury" aber etwas Trauriges bekanntgeben: Chris ist mit zehn Jahren an Altersschwäche gestorben. 

Schaf Chris wurde zum Helden

Mit einem emotionalen Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde, gedenkt das Team der Farm dem besonderen Schaf. Chris sei ein Vorbild in Sachen Überlebenswillen gewesen, heißt es da. Er wurde als hochintelligent eingeschätzt und habe trotz seiner jahrelangen Einsamkeit schnell wieder Vertrauen zu Menschen fassen können. Insgesamt fünf Jahre spazierte Chris allein durch die Weltgeschichte, bevor er 2015 herrenlos nahe Australiens Hauptstadt Canberra entdeckt wurde.

"Little Oak Sanctury" lässt Chris nicht allein

Nachdem "Little Oak Sanctury" sich Chris angenommen hatte, bestellte die Einrichtung einen preisgekrönten Scherer ein, der das Tier von seinem Fell befreite, so ein Bericht der DPA. Insgesamt 45 Minuten habe die Prozedur gedauert. Kein Wunder, dass Chris dem Team besonders am Herzen lag: "Chris ist als Weltrekordhalter bekannt, weil er das schwerste Fell aller Zeiten aufwies. Aber er war mehr als das, so viel mehr und wir werden uns an ihn erinnern, für alles, was er war - ein jemand, kein etwas - hier mit uns und nicht für uns."

Chris wurde nun, so schreibt "Little Oak Sanctury" weiter, in der Ecke der Weide begraben. Trotz seines Ablebens ist er seinen Freunden somit immer noch nah. Aus einem guten Grund: "Er war schon einmal verloren, er wird nie wieder alleine sein."

Verwendete Quellen:Facebook, DPA

ame Gala

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