Marcus Kowal: Sein Baby rettet mehreren Kindern das Leben

Nur 15 Monate alt war Liam Kowal, als sein Kinderwagen vom Auto einer alkoholisierten Frau erfasst wurde. Mit gebrochenem Herzen entschlossen sich die Eltern seine Organe zu spenden und damit anderen Kindern das Leben zu retten

Marcus Kowal und seine Frau Mishel Eder sind am Boden zerstört. Sprachlos, ob der Schmerzen, die dieser unbegreifliche Verlust mit sich gebracht hat, fangen sie langsam an zu begreifen, dass dies ein Albtraum ist, aus dem sie nicht mehr aufwachen werden: Jäh wurde ihr 15 Monate alter Sohn aus ihrem Leben gerissen, nachdem eine betrunkene 72-Jährige seinen Kinderwagen mit dem Auto überfuhr. Auf dem Zebrastreifen.

Ein wahr gewordener Albtraum

Auf Instagram postete der MMA-Kämpfer Kowal ein Bild, das einem die Kehle zuschnürt: Man sieht die vom Unfall zerkratzte Hand seines Babys Liam in seiner und das Geburts-und Todesdatum darunter. Dazu schreibt er: "Gute Nacht, Baby, Du wirst immer bei uns sein. Papa liebt Dich."

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©Gala

Good night bebisen, you'll always be with us. Pappa älskar dig. #RIPLiam

Gepostet von Marcus Kowal am Dienstag, 6. September 2016

Noch in der Notaufnahme hofften alle auf ein Wunder. Obwohl der kleine Liam keine inneren Verletzungen davon getragen hatte, konnte im Krankenhaus aber nur noch der Hirntod festgestellt werden. Zusammen mit der Familie, Freunden und 30 anderen MMA-Kämpfern, verabschiedeten sich die Eltern von ihrem kleinen Engel. Gemeinsam schenkten sie ihm ein letztes Lächeln und schalteten dann die lebenserhaltenden Geräte ab.

Große Geste der trauernden Eltern

Obwohl sie gerade das Wertvollste in ihrem Leben verloren hatten, entschlossen sich die Eltern zu einem großherzigen und selbstlosen Schritt: Da Liams innere Organe trotz des Unfalls intakt geblieben waren, spendeten die Eltern seine Organe, um die Leben anderer Kinder zu retten.

„Acht, vielleicht neun Kinder werden wegen Liam weiterleben können“, begründete Marcus Kowal diese Entscheidung. „Das ist für mich ein wunderbares Gefühl. Auch wenn es sehr hart ist … ich will sicher sein, dass Liams Tod nicht umsonst war.“

Über facebook fragte Kowal nach Kindern in seinem Bekanntenkreis, die zufällig dringend ein Spenderorgan brauchen würden. Falls man jemanden kennen würde, könne man ihn anschreiben. Mit den Wellen, die dieser Post schlagen würde, hatte er nicht gerechnet.

Er findet keine Ruhe

Vom Tod seines Sohnes an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht, bedankte sich Marcus Kowal für die zahlreichen Beileidsbekundungen, die er in den sozialen Netzwerken erhalten hat. Nur dei Reaktionen auf seinen Post sind für ihn kaum mehr zu ertragen, denn derzeit erreichen ihn unzählige Mails und Anrufe, die ihm weiter das Herz zerreißen.

Please, I beg of you: for you that have my cell phone number, do not give it out to hopeful strangers that have children...

Gepostet von Marcus Kowal am Dienstag, 6. September 2016

"Ich flehe Euch an: Wenn ihr meine Telefonnummer habt, gebt sie nicht an hoffnungsvolle Eltern weiter, deren Kinder ein Spenderorgan brauchen. Bitte. Wir haben gerade genug, womit wir fertig werden müssen - ich kann nicht noch den Schmerz anderer Leute ertragen. Ich habe hunderte Nachrichten von hoffnungsvollen Eltern erhalten und ich kann einfach nicht mehr schreiben "Es tut mir leid, seine Organe wurden bereits gespendet." Schon gar nicht einer weinenden Mutter am Telefon sagen, dass ihre Hoffnung vergebens ist. Ich wünschte, ich könnte mehr tun, aber ich kann es nicht. Die Organe meines Babys wurden gespendet und ich flehe Euch an, bitte gebt meine Teleonnummer nicht raus. Lasst uns in Ruhe trauern."

Gemeinsam mit seiner Frau gründete Marcus Kowal nun eine gemeinnützige Stiftung, die sich um Opfer von Verkehrsunfällen kümmert und auf die Gefahren des Alkohols am Steuer hinweist. Wie die Eltern versuchen aus ihrem tragischen Verlust etwas Positives zu ziehen, ist wirklich bewundernswert!

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