Tierschützer schlagen Alarm: Auf Mallorca dürfen Stiere wieder getötet werden

Nur gut ein Jahr hielt das Verbot der traditionellen Stierkämpfe auf Mallorca - nun wurde es vom spanischen Verfassungsgericht gekippt. Ab sofort ist das Töten von Stieren beim Kampf in der Arena wieder erlaubt

Stierkampf in Spanien

Erst 2017 trat in Mallorca und den restlichen Balearen das Gesetz in Kraft, dass Stiere beim Stierkampf nicht mehr verletzt oder gar getötet werden dürfen. Auch die Dauer der Kämpfe und die Anzahl der Tiere wurden damals in dem Gesetz, initiiert von der linksgrünen Landesregierung, neu geregelt. Doch nun entschied das Verfassungsgericht, die Neuregelung wieder aufzuheben. Ein herber Rückschlag für Tierschützer und Gegner der blutigen Kämpfe zur Belustigung der Zuschauer. 

Stars für den Tierschutz

Posen für Peta

"The Joker"-Star Joaquin Phoenix richtet mit diesem Porträt aus der "Wir sind alle Tiere"-Reihe ein Appell für vegane Ernährung und ein Ende des Speziesismus, (der falsche Glaube, andere Tierarten seien dem Menschen unterlegen) an alle Menschen. Das neue Motiv von Peta USA war erstmals prominent am New Yorker Times Square zu sehen.
Kultrocker Udo Lindenberg ist schon lange Unterstützer der Tierrechtsorganisation. Zum 25-jährigen Jubiläum von Peta gab's vom fleischfrei lebenden Sänger und Maler eines seiner berühmten Gemälde.
Schauspieler Kai Wiesinger engagiert sich für den Schutz von Menschenaffen. Mit diesem beeindruckenden "Halb Mensch, halb Schimpanse"-Motiv fordert er ihre Freilassung aus Zoos.
"Wir sind alle Tiere", lautet das Motto der neuen PETA-Kampagne, die in Zusammenarbeit mit Harald Glööckler entstanden ist. Auf dem Foto zieren den Star-Designer die Flecken einer Kuh. "Ich bin viel naturverbundener, als sich viele zunächst vorstellen", sagt er gegenüber GALA. Mit der Tierschutzorganisation möchte er darauf aufmerksam machen, dass sich der Mensch nicht über alles und jeden stellen darf. Jedes Leben sei gleich viel wert – egal, ob Nutz- oder Haustier. 

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Traditionelle Stierkämpfe sind auf Mallorca wieder erlaubt

Die schlichte Begründung des Gerichts: Der Stierkampf sei in Spanien und somit auch den Balearen ein "immaterielles Kulturgut". Das Gesetz sei ihrer Meinung nach nicht mit dem Schutz des Kulturgutes in Einklang zu bringen. 

Zuvor hatte Katalonien, eine Region im Nordosten Spaniens, versucht, den Stierkampf völlig aus ihrer Gegend zu verbannen und war bereits 2016 vor dem Verfassungsgericht gescheitert. Die Begründung war auch hier auf das "nationale Kulturgut" gemünzt. Allein auf den Kanaren ist der Stierkampf komplett verboten. 

Tierschutz

In China eröffnet ein neuer Zoo - und zwar ganz ohne Tiere

Virtueller Zoo.
Wir sind in der Zukunft angekommen. Der erste virtuelle Zoo wurde in Guangzhou eröffnet und kommt ganz ohne fragwürdige Haltungsbedingungen aus.
©Gala
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