Patchwork Profis: Magdeburger Zoo: Lesbisches Pinguin-Paar lebt mit Männchen in wilder Ehe

Sie lieben sich abgöttisch, können aber keinen Nachwuchs haben, da sie beide weiblich sind. Deshalb soll sich der Familienplanung nun ein männlicher Artgenosse annehmen. Die Pinguine im Magdeburger Zoo machen vor, wie Patchwork funktionieren kann.

Pinguine bleiben bis an ihr Lebensende zusammen (Symbolbild)

Sarafina und José lieben sich. Sie leben monogam zusammen und das bleibt auch so bis an ihr Lebensende. Denn bei Brillenpinguinen ist das genau so. Dass beide nun zufällig weiblichen Geschlechts sind, ist nur im Hinblick auf Nachwuchs unglücklich. Denn dazu bedarf es ein männliches Tier. Seit 2016 leben Sarafina und José zusammen, Nachwuchs konnten sie bisher nicht bekommen. Bis Anfang 2018 das Schicksal im Nachbargehege zuschlägt.

Sarafina und José bekommen männliche Unterstützung

Sarafina und Josés Nachbar Karl Ruprecht verliert seine Geliebte Agatha. Doch statt Trübsal zu blasen, erspähen Karl Ruprecht im Nest von José. Und auch Sarafina legt ein Ei. Nur wenig später schlüpft aus den Eiern der erste Nachwuchs. Leider schaffen die Küken es nicht, sie sterben. Doch im Oktober 2018 klappt es. Sarafina, José und Karl Ruprecht sind jetzt stolze Eltern. Und sie produzieren immer mehr Nachwuchs. Aktuell brüten sie schon wieder Küken aus. Die drei sind dabei so aktiv, dass der Platz im Magdeburger Zoo bald nicht mehr ausreicht. Einige Küken werden wohl per Hand aufgezogen werden müssen. 

Lesbisches Pinguin-Paar darf zusammen bleiben

Wie "Volksstimme" schreibt, seien José und Sarafina nicht das erste homosexuelle Pinguinpaar im Magdeburger Zoo. Anders als ihre Vorgänger dürfen die beiden Mädels aber zusammen leben. "Wir hatten auch schon mal ein schwules Pärchen. Die hatten wir auseinandergerissen. Das wollten wir mit den zwei Mädels nicht mehr machen", erklärt Tierpflegerin Susann Paelecke. 

Verwendete Quelle: Volksstimme

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