Logomania : Warum ist das Apple Logo eigentlich angeknabbert?

Was haben sich Steve Jobs und Steve Wozniak dabei gedacht, als sie ihre Marke "Apple" nannten und warum ist das bekannte Logo-Obststück eigentlich angebissen?

Der Apple-Store in New York. 

Am 1. April 1976 wurde der einleitende Satz einer unvergleichbaren Unternehmensgeschichte geschrieben: Steve Jobs, †56, und Steve Wozniak, 68, unterzeichneten den von Ronald Gerald Wayne, 84, aufgesetzten Partnerschaftsvertrag in dessen Wohnung. Die Geburtsstunde des Technolgieunternehmens Apple, das für Smartphone-, Laptop und Tablet-User heute nicht mehr aus dem Alltag zu denken ist. Aber wie kamen die Gründer des Kult-Konzerns auf Name und Logo? 

Apple wollte mit seinem Namen Atari ausstechen

Es gibt viele Theorien, wie die Kreativköpfe wohl auf den eigentlich etwas kuriosen Namen gekommen sind. Die am weitesten verbreitete Annahme ist jedoch, dass Jobs zu Anfangszeiten regelmäßig auf die gemeinschaftlich betriebene "All One Farm" im US-Bundesstaat Oregon reiste, um dort Apfelbäume zu beschneiden. Wozniak holte ihn vom Flughafen ab und auf der Fahrt debattierten sie über einen möglichen Firmennamen. Die notwendige Abgabe der Papiere am folgenden Tag setzte die zwei Männern unter Zeitdruck. So kreisten sich ihre Gedanken auch um klassisch technische Namen wie "Matrix" oder Neologismen wie "Executek". "Apple" war schließlich Jobs Idee, der damit schwungvolle Freundlichkeit verbinden würde. Die technischen Produkte bekämen so einen zugänglicheren Charakter. Besonders wichtig: Im Telefonbuch taucht Apple in alphabetischer Reihenfolge vor der Konkurrenzfirma "Atari" auf. 

Ron Wayne- das dritte Apfelstückchen

Aber eine Firma braucht auch ein Logo und an dieser Stelle kommt Ronald Gerald Wayne in Spiel, der in Vergessenheit geratene "dritte Gründer" von Apple. Er war ein alter Freund von Jobs und Wozniak und hätte den besagten Partnerschaftsvertrag eigentlich auch unterschreiben sollen. Bei so einem Vertrag verpflichten sich allerdings die Unterzeichner dazu, für alle aufkommenden Schulden persönlich zu haften- anders als bei einer Kapitalgesellschaft. Da Wayne als Startup-Gründer bereits zuvor schiffbrüchig wurde, wollte er dieses Risiko wohl nicht eingehen und verpasste damit die Chance mehrfacher Milliardär zu werden. Das diese Entscheidung für ihn trotzdem nie einen Verlust bedeutet hat, wird in einem Facebook-Post aus 2012 deutlich: "Ich habe nicht Milliarden Dollar verloren", heißt es dort. "Von 1976 bis 2012 ist es eine lange Zeit. Apple ist durch viele schwierige Zeiten gegangen und viele haben auch mehrfach gedacht, dass Apple dicht machen müsste. Ich habe vielleicht einige Millionen Dollar verloren. Und ganz ehrlich, das sage ich euch im Vertrauen, das hat meinen Charakter gestärkt. [...] Wenn ich gewusst hätte, dass durch Apple innerhalb von nur vier Jahren 300 Menschen zu Millionären werden, dann wäre ich vier Jahre geblieben. Aber danach wäre ich trotzdem gegangen." 

Why I Left Apple Computer After Only 12 Days, In My Own Words An Essay by Ronald G. Wayne I didn’t separate myself from...

Gepostet von Ron Wayne am Mittwoch, 22. Februar 2012

Rob Janoff hat ins Apple-Logo gebissen

 Obwohl er sich von dem Erfolgsunternehmen nicht mitreißen ließ, prägte er das Unternehmen doch entscheidend: Er entwarf das erste Apple-Logo. Das hatte mit der heutigen Schlichtheit allerdings wenig zu tun. In dem alten Logo sitzt der Naturforscher Isaac Newton an einen Apfelbaum gelehnt, als ihn eine der harten Früchte auf dem Kopf fällt. Die Designidee wurde dann von Rob Janoff weitergeführt, der die berühmte Apfelsilhouette mit Biss entwarf. Das Design bietet heute ein subtiles Wortspiel: "beißen" heißt im Englischen "to bite", was wiederum klingt wie Byte, eine Maßeinheit der Computertechnik. Was heute wie der Gedanke eines Genies klingt, war für den Designer reiner Zufall, denn er erklärt seine Idee folgendermaßen: "Es ist immer eine kleine Enttäuschung, wenn ich das erzähle, warum der Apfel so aussieht, wie er aussieht. Der Biss sollte klarmachen, dass es sich um einen Apfel handelt, nicht um eine Tomate", wiederholte der Sympathisant nun schon mehrfach gegenüber Reportern. Ob Zufall oder gewollt: Fakt ist, dass das Logo heute auf der ganzen Welt Kultstatus genießt.

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