Lebensgefahr: Frau starb fast an ihrem Tampon

Durch ihren Prüfungsstress vergaß Emily Pankhurst einen eingeführten Tampon - und starb fast an den Folgen

Mit einer ziemlich unappetitlichen Geschichte macht die 20jährige Emily Pankhurst auf eine lebensgefährliche Bedrohung aufmerksam, der sich jede erwachsene Frau gegenüber sieht.

Es kann jedem passieren!

Emily Pankhurst

Die junge Londonerin befand sich mitten in der Vorbereitungsphase für ihre letzte Prüfung an der Uni und hatte zu allem Überfluss auch noch ihre Periode. In all dem Stress, den sie dadurch hatte, vergaß sie ihren Tampon zu entfernen und führte sich stattdessen einen neuen ein. Neun Tage später fühlte sie sich plötzlich unwohl und aufgebläht. Sie konnte sich das nicht erklären und schob es auf den Stress und das Wetter.

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©Gala

Kurze Zeit später bekam sie allerdings einen Hautausschlag und hatte Probleme zu sprechen. Als sie dann auch noch in Ohmacht fiel, fuhr ihre besorgte Mutter sofort mit ihr zu einem Arzt. Der Arzt konnte aber zunächst nichts mit ihren Symptomen anfangen und schickte sie wieder nach Hause. Erst dort fiel der Mutter ein, dass sie schon einmal vom "toxischen Schocksyndrom" gehört hatte und empfahl Emily nachzuschauen, ob sie womöglich einen Tampon in sich vergessen habe. Ungläubig schaute Emily ihre Mutter an, verschwand dann aber doch im Bad, um dieser scheinbar wahnwitzigen Idee nachzugehen.

Nach kurzem Suchen förderte sie dann einen komplett schwarzen, triefenden Tampon zu Tage. "Es war ekelhaft," erzählt sie, "hätte ich das Bändchen an dem Tampon nicht gesehen, hätte ich nicht gewusst, was ich da in meiner Hand habe. Immerhin war ich der Meinung die Wurzel des Übels entfernt zu haben und dass es mir jetzt wieder besser gehen würde."

In Todesgefahr

Staphylokokken-Erreger

Doch wenige Stunden später verschlechterte sich ihr Zustand weiter. In Panik rief sie einen Krankenwagen, der sie ins Krankenhaus fuhr. Schnell stellten die Ärzte fest, dass sie alle Symptome eines toxischen Schocksyndroms aufwies und verlegten sie sofort auf die Intensivstation. Der Tampon wurde in ihr zu einer regelrechten Brutstätte für Bakterien, die dann über die Schleimhäute vom Blut aufgenommen wurden. Unbehandelt führt das dadurch entstehende toxische Schocksyndrom zu einem Schockzustand und Organschäden, die zum Tod führen.

Drei Tage lang wurde Emily künstlich ernährt und bekam zwölf verschiedene Antibiotika in den Blutkreislauf gepumpt. Gelähmt durch ihren Zustand, musste außerdem ein Katheter verlegt werden. Rückblickend sagt sie: "Ich hatte noch nie solche unvorstellbare Schmerzen. Die Ärzte gaben mir Morphium, um meinen Zustand irgendwie auszuhalten. Hätte ich den Tampon auch nur ein bisschen länger in mir behalten, wäre ich jetzt tot."

Gelähmt, aber kämpferisch

Obwohl sie nach drei Tagen auf eine normale Station verlegt wurde, blieben ihre Beine wie gelähmt. Mit einem Rollator bewegt sie sich seitdem fort und kämpft Tag für Tag für ihre Genesung. "Mein Freund ist einfach wundervoll: Er und seine Familie unterstützen mich, wo sie nur können. Er trägt mich sogar Treppen hoch!", schwärmt sie.
Auf die Frage, warum sie so eine "peinliche" Geschichte überhaupt öffentlich macht, hat sie eine einfache Antwort:
"Ich hoffe, dass meine Geschichte anderen Frauen dabei hilft besser auf ihre Gesundheit aufzupassen, besonders wenn sie Stress haben. Es ist unglaublich, was ein Tampon so ausrichten kann. Ich werde nie wieder einen benutzen!"

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