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Kuchengabel Warum fehlt eine Ecke am Zacken?

Kuchengabel
Kuchengabel
© flickr.com/kabelitz-porzellan
Die Kuchengabel hat an dem linken Zacken eine fehlende Ecke, aber was steckt da eigentlich hinter?

Die Kuchengabel gehört in fast jeden Besteckkasten. Doch mal ernsthaft: Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass der linke Zacken breiter ist und eine Ecke fehlt?

Vor kurzem erst haben wir uns mit den Fragen beschäftigt, warum die Spaghetti-Kelle ein Loch hat und warum im Pfannenwender eigentlich Schlitze sind. Jetzt interessiert uns auch: Hat die fehlende Ecke in der Kuchengabel einen ernsthaften Sinn?

Beginnen sollte die Aufklärung mit der Tatsache, dass die Kuchengabel nur drei Zacken hat. Da Besteck vor allem früher aus weicheren Materialien hergestellt wurde, wäre die Gefahr mit vier kleinen Zacken insbesondere bei knusprigen Kuchenrändern zu groß: Die Zacken würden ständig abbrechen. Warum nun aber der linke Zacken breiter ist und eine Ecke fehlt, hat einen ganz einfachen Grund: Die Kuchengabel soll ein Messer ersetzen.

Der breitere linke Zacken ist also besonders robust und kann auch härterem Gebäck standhalten. Die fehlende Ecke ist eine logische Konsequenz: Damit man nach der Abtrennung mit dem breiten Zacken auch mit der Gabel noch zustechen kann, wurde ein Teil der Ecke ganz einfach weggelassen.

Und kaum zu glauben, aber es gibt sogar spezielle Linkshänder-Gabeln, bei denen der rechte Zacken breiter ist.

Das Mysterium Kuchengabel ist also aufgeklärt und bei unserem nächsten Stück Kuchen, wissen wir worauf zu achten ist...

mge

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