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Kidfluencerin Ungeborenes hat bereits 116.000 Abonnenten

Schon in Mamas Bauch kann ein Kind zum Social-Media-Star werden
Schon in Mamas Bauch kann ein Kind zum Social-Media-Star werden
© Shutterstock
An Influencer haben wir uns längst gewöhnt. Sie gehören zu unserem (Social-Media-)Alltag einfach dazu. Nun aber wächst schon die nächste Generation heran – bevor sie überhaupt geboren wurde

Halston Blake Fisher hat mehr als 116.000 Follower auf Instagram. Das Beeindruckende daran ist allerdings nicht, dass Halston das mit einem einzigen Posting geschafft hat. Vielmehr überrascht einen die Info, dass Halston noch nicht einmal geboren ist. Ganz richtig: Während das Ungeborene noch im Leid von Mutter Madison Fisher heranwächst und in diesem Monat auf der Welt erwartet wird, versammeln sich die Instagram-User bereits und warten auf die ersten richtigen Fotos der wohl jüngsten "Kidfluencerin". 

Kidfluencer – Was bitte ist das?

Der Name erklärt sich eigentlich von selbst. Kinder, oder in diesem Fall ungeborene Babys, werden von ihren Eltern zu Influencern stilisiert. Und Baby Halston hat "große" Vorbilder. Damit meinen wir aber nicht ihre Mutter, die mit 778.000 Followern eine durchaus beachtliche Zahl an Fans aufweisen kann. Vielmehr meinen wir damit ihre beiden Schwestern, selbst bereits erfolgreiche Kidfluencer. Taytum und Oakley Fisher, 2 – die Zwillinge haben mehr als 2,5 Millionen Abonnenten und fahren pro Post zwischen 10000 bis 20000 US-Dollar (8850-17700 Euro) ein. Das gab ihr Vater (natürlich ebenfalls Social-Media-"Star") Kyler Fisher kürzlich gegenüber der amerikanischen Nachrichtenseite "New York Times" an. Zu den promoteten Produkten zählen meist kindgerechte Dinge wie Kindersitze fürs Auto, aber auch Reisen mit einem Kreuzfahrtschiff. 

Die Kinder sind der Schlüssel zum Erfolg

Die Eltern selbst betreiben einen gemeinsamen YouTube-Kanal, der als "Haupteinnahmequelle" der Familie bis zu 25.000 bis 50.000 US-Dollar (22.100-44.200 Euro) pro Anzeige einbringt. Die Beliebtheit der Zwillinge trägt unmittelbar zum Erfolg des Vblogs bei. Das weiß auch der Vater. "Meine Kinder komplettieren das Paket. Wenn wir die Mädels nicht hätten, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir es so weit gebracht hätten", schätzt Kyler die Lage ein. Auch Baby Nummer drei wird seinen Beitrag dazu leisten (müssen). 

Die Debatte, ob das nicht unter "Kinderarbeit" fällt, ist vorprogrammiert. Was hinter den Kulissen passiert, kann man natürlich nie wissen. Rechtlich gesehen müssen Eltern, die ihren Kindern einen Instagram-Account anlegen, auch offiziell als Betreiber fungieren und sich in der Bio klar zu erkennen geben. Denn einen eigenen Account dürfen Kinder erst ab 12 Jahren eröffnen. Das stellt Sravanthi Dev, eine Sprecherin von Instagram, gegenüber der "New York Times" klar.
Verwendete Quellen:Instagram, New York Times

Stefanie Giesinger
jko Gala

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