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Touristenflaute in Venedig Jetzt wirbt der Bürgermeister mit freien Zimmern an Karneval

Karneval in Venedig
Karneval in Venedig
© Getty Images
Nach dem verheerenden Hochwasser im November besuchen immer weniger Touristen Venedig. Sogar in der Karnevalszeit sind noch einige Hotelzimmer in der italienischen Lagunenstadt frei. Jetzt meldet sich der Bürgermeister zu Wort. 

Karneval in Venedig ist bunt, laut und aufregend. Tausende Touristen strömen Jahr für Jahr in die Lagunenstadt, um sich von dem bunten Treiben verzaubern zu lassen. In diesem Jahr soll es allerdings anders sein: Zum Karnevalsbeginn ruft der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, sogar dazu auf, nach Venedig zu reisen. 

Unruhige Zeiten in Venedig

Ein Aufruf, der stutzig macht. Schließlich hat Venedig in den letzen Jahren immer wieder mit starkem "Overtourism" zu kämpfen gehabt, das Leben für die Einheimischen wurde durch die vielen Touristen enorm erschwert. Dazu kam das extreme Hochwasser im November: Das historische Zentrum der italienischen Unesco-Stadt stand Tage lang unter Wasser. Doch seitdem klagen Hoteliers über weniger Buchungen und Falschinformationen.

Last-Minute-Buchungen für Karneval

Kein Wunder, dass der venezianische Bürgermeister jetzt versucht, die Tourismusbranche wieder zu beleben. "Das Schöne an diesem Karneval ist, dass weniger Leute da sind", sagt Bürgermeister Luigi Brugnaro. Die Hotels seien bislang nur zu 80 Prozent ausgebucht, anders als in anderen Jahren, kann man sogar noch in letzter Minute ein Hotelzimmer reservieren. Ein verlockendes Angebot, mit dem Luigi Brugnaro wirbt. Er würde sich freuen, noch mehr Touristen in Venedig begrüßen zu dürfen. 

Bis zum 25. Februar wird in Venedig Karneval gefeiert, die Feierlichkeiten haben am Abend des 8. Februars mit einem Spektakel auf einem Kanal im Stadteil Cannaregio begonnen. Und obwohl weniger Touristen in der Stadt sind, waren die zentralen Gassen voll. Der venezianische Karneval steht unter dem Motto "Il Gioco, l'Amore e la Follia", übersetzt: "Das Spiel, die Liebe und der närrische Spaß". 

Verwendete Quellen: Der Spiegel, Berliner Morgenpost, Twitter

aen Gala

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