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Nach fast 10 Jahren Adoptiveltern lassen Tony in Klinik zurück - dann passiert ein Wunder

Peter und Tony Mutabazi
Peter und Tony Mutabazi
© instagram.com/fosterdadflipper/
Nicht jedes Kind wächst in einer glücklichen Familie auf. Tony tingelte seit seiner Geburt von einer Pflegefamilie zur nächsten, war knapp zehn Jahre adoptiert, und wurde wieder allein gelassen. Doch irgendwann meinte es das Schicksal gut mit ihm.

Tony Mutabazi war zwei Jahre alt, als er zum ersten Mal in eine Pflegefamilie kam, über seine leiblichen Eltern wusste niemand etwas. Zwei Jahre später adoptierte ein Paar aus Oklahoma den kleinen Jungen, fast ein Jahrzehnt später ließen sie ihn achtlos im Krankenhaus zurück und verschwanden. 

Dieser Moment sollte Tonys Leben für immer verändern 

Wieder war Tony allein, wieder wusste er nicht, wohin es für ihn gehen wird. Doch das Schicksal sollte es gut mit ihm meinen. Am 16. Januar rief Jessica Ward, eine Mitarbeiterin des "Angels Foster Family Network" aus Edmond, Oklahoma, Peter Mutabazi an und bat den qualifizierten Pflegevater, sich am Wochenende um Tony zu kümmern. Peter sagte zu. An diesem Wochenende sollte sich das Leben des Jungen um 180 Grad ändern. Als Tony um 3 Uhr morgens in seiner vermeintlichen Wochenend-Unterkunft ankam, fragte er zuerst höflich, ob er mit den Spielzeug, das auf dem Boden lag, auch spielen dürfte, erinnert sich Peter Mutabazi gegenüber "Daily Mail". "Es hat mir einfach das Herz erwärmt, dass er fragte, und er nannte mich Sir", sagt Mutabazi. 

"Ich hatte keinen Grund, ihn gehen zu lassen"

Nachdem er Tony aufgenommen hat erfuhr er, dass die Behörden eine Gruppenunterkunft für ihn suchten, weil sich seine Adoptiveltern von ihren Pflichten zurückgezogen haben. "Da wusste ich, dass ich dieses Kind adoptieren würde", erklärt Peter Mutabazi. Er sei zu Tränen gerührt gewesen, als er von dem Verhalten von Tonys Zieheltern erfuhr. "Ich dachte: 'Wer würde das tun?'", erklärte er gegenüber "Good Morning America". "Als ich wusste, dass den Eltern die Rechte entzogen wurden und er nirgendwo hingehen konnte, musste ich ihn bei mir behalten. Ich haben den Raum und die Mittel, also hatte ich keinen Grund, ihn gehen zu lassen", sagt Mutabazi. "Das, was jemand anderes schon einmal für mich getan hat, wollte ich auch tun."

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Peter Mutabazi will etwas zurückgeben

Denn: Peter Mutabazi ist in Uganda aufgewachsen, mit nur zehn Jahren flüchtete er vor seinen Eltern und schaffte die Schule nur, weil ein Ersatz-Elternteil immer an seiner Seite war. Danach zog er in die USA und begann bei "World Vision USA", einer globalen christlichen Hilfsorganisation, die Kindern in Not hilft, zu arbeiten. "Ich dachte, ich würde mit 30 Jahren verheiratet sein und Kinder haben", sagte er im November im Interview mit "WSOC-TV". "Mit 35 dachte ich dann: 'Warte, ich kann mein Leben lang suchen und vielleicht trotzdem etwas tun." Als ihm daraufhin jemand den Vorschlag machte, Pflegevater zu werden, konnte er sich trotz anfänglicher Zweifel qualifizieren und in den letzten zwei Jahren schon zwölf Kindern ein vorübergehendes Zuhause schenken. 

"Ich bin stolz, dankbar und hoffnungsvoll!"

Doch Tony hat einen ganz besonderen Platz in seinem Herzen: Im November vergangenen Jahres konnte Peter ihn endlich offiziell adoptieren, seitdem tragen die beiden den gleichen Nachnamen. An ihrem Verhältnis habe sich trotzdem nichts geändert, wie Peter verrät. Es sei allerdings "wirklich toll", in die Schule seines Sohnes zu gehen und seinen Nachnamen auf Tonys Arbeit zu sehen. "Es gibt ein Kind, das ich liebe, und jetzt haben wir auch endlich denselben Namen", sagt er. "Das ist wahrscheinlich der einzige Unterschied." Nur wenige Wochen nach der Adoption wurde Peter ebenfalls US-Bürger, wie er via Instagram stolz verkündete: "Heute wurde ich amerikanischer Staatsbürger: Ich bin stolz, dankbar und hoffnungsvoll! Ein Vater und US-Bürger in nur zwei Wochen zu werden, kann die Freude in meinem Herzen und meinem Haus nach einer langen Reise nicht mit Worten beschreiben."

Verwendete Quellen: Daily Mail, Instagram, Good Morning America, WSOC-TV

aen Gala

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