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Jim Beam Umwelt leidet nach Großbrand von 45000 Fässern Whiskey

Brand in Jim-Beam-Lagerhalle in Kentucky
Brand in Jim-Beam-Lagerhalle in Kentucky
© Picture Alliance
In einem Lager von Whiskeyhersteller Jim Beam hat es gebrannt. Unzählige Fässer standen in Flammen - ihr ehemaliger Inhalt könnte nun auch negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Meterhohe Flammen schossen Mitte der Woche aus zwei Gebäuden des Whiskeyherstellers Jim Beam. Im US-Bundesstaat Kentucky verbrannten dabei rund 45000 Fässer mit "relativ jungem Whiskey", wie das Unternehmen Beam Suntory in einer Stellungnahme gegenüber des amerikanischen Nachrichtensenders CNN bestätigte. 

Demnach sei zunächst in einer Halle ein Brand ausgebrochen, der vermutlich von einem Blitzeinschlag herrührte. Später soll sich das Feuer auf ein weiteres Gebäude ausgebreitet haben. Während der Brand in dem zweiten Gebäude recht zeitnah gelöscht werden konnte, hatten die Feuerwehrleute mit dem ursprünglichen Brandherd länger zu kämpfen. Die Lagerhalle brach im Folgenden zusammen. Die 45000 Fässer Whiskey waren verloren.

Bis zu 6 Millionen Flaschen Whiskey gingen in Flammen auf

Das Unternehmen wollte nicht kommentieren, ob die Fässer vollgefüllt waren. Wären sie das gewesen, läge der Verlust bei rund sechs Millionen Flaschen Whiskey, wie der Spiegel berichtet. Doch für Whiskeyliebhaber besteht keine Gefahr der Knappheit, wie Sprecherin Emily York gegenüber CNN erklärte. "Aufgrund des Alters des verlorenen Whiskeys hat das Feuer keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit für Jim-Beam-Konsumenten."

Fischesterben aufgrund von "whiskeygetränktem" Grundwasser

Die größte Sorge gilt jetzt erst einmal dem Schutz der Umwelt und des Grundwassers. Demnach habe die Umweltschutzbehörde von Kentucky bereits erste mögliche Auswirkungen festgestellt und Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Tiere angeordnet. Wie John Mura, ein Sprecher der Behörde, erklärte, sei ein vermehrtes Fischsterben zu verzeichnen, das auf das Einsickern des ausgetretenen Whiskey zurückzuführen sei. Bereits 2018 - nachdem bei Bauarbeiten ein anderes Jim-Beam-Lager eingestürzt war - starben rund 1000 Fische an den Folgen der Grundwasser"verunreinigung".

Verwendete Quellen: CNN, Spiegel

jko Gala

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