Medizinischer Meilenstein: Ist HIV bald heilbar? Zweiter Patient nach Transplantation gesund

Zum zweiten Mal ist es Medizinern jetzt gelungen, einen mit dem HI-Virus infizierten Patienten vollständig zu heilen. Ist das der Durchbruch in der HIV- und Aids-Forschung?

Zum zweiten Mal konnte ein HIV-Patient geheilt werden

Schon seit über einem Jahr nimmt der Patient keine Medikamente gegen seine HIV-Erkrankung mehr ein, in seinem Blut sind auch 19 Monate nach Absetzung der Medikamente keine Viren mehr nachweisbar. Über den spektakulären Fall berichten mehrere Medien, unter anderem das Fachmagazin "Nature" sowie auch die "New York Times". Haben Mediziner ein Heilmittel gegen HIV gefunden? 

"Londoner Patient" ist dank Stammzellenspende HIV-frei

Der "Londoner Patient", wie die Mediziner ihn nennen, war an Blutkrebs erkrankt, woraufhin er eine genetisch veränderte Knochenmarkspende erhalten hatte. Die genetische Veränderung verhindert eine Infektion mit HIV – offenbar mit Erfolg. Seit mittlerweile 19 Monaten können keine Viren mehr in seinem Blut nachgewiesen werden. Für ihn selbst sei es "surreal" und "überwältigend", dass er vielleicht sowohl von seinem Blutkrebs als auch von dem HI-Virus geheilt sein könnte. Er fühle zudem eine "Art Verantwortung, den Ärzten nun zu helfen, damit sie verstehen können, wie das passiert ist, um mit ihrer Forschung weiter voran zu kommen“, erklärte er in einer Email an die "New York Times". 

Zweiter Mann ohne HI-Viren

Der HIV-infizierte Patient, der jüngst von seiner Erkrankung geheilt werden konnte, ist erst der zweite in der Geschichte der Medizin überhaupt. Vor rund zehn Jahren ging US-Patient Timothy Brown in die Geschichte ein, da auch bei ihm nach einer Behandlung keine Viren mehr nachweisbar waren. Auch er bekam damals genetisch verändertes Knochenmark transplantiert.

"Diese beiden Fälle inspirieren Menschen daran zu glauben, dass die Heilung von HIV kein Traum bleiben muss. Sie ist tatsächlich möglich", erklärt Dr. Annemarie Wensing, eine der Gründerinnen des IciStem, einer europäischen Gruppe von Wissenschaftlern, gegenüber dem US-Magazin. 

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©Gala

Verwendete Quelle: New York Times

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