Dickes Fell: Wie schützt man Haustiere vor der Hitze?

Nicht nur Menschen steigt die Hitze im Sommer zu Kopf, auch den Haustieren! Aber wie verhält man sich als Tierliebhaber vorbildlich und kühlt seine Katze ab, ohne sie in den Pool zu schmeißen?

Eine Katze entspannt am Pool.

Vom Himmel knallt die Sonne und die Katze denkt darüber nach, alle ihre Prinzipien über Board zu werfen und mit einem grazilen Köpper in den herrlich frischen Pool zu beeindrucken. Nein, vermutlich denken das die wenigsten Katzen, was aber nicht bedeutet, dass ihnen nicht heiß ist. Wie können Haustierbesitzer auch bei heißen Temperaturen für das Wohlergehen ihrer Lieblinge sorgen?

Sonnencreme für die Katz

Katja Adamik, 43, ist Leiterin der Notfall-und Intensivmedizin in der universitären Kleintierklinik Bern. In der heißen Jahreszeit zählt Aufklärung vor Sommerhitze zu ihren obersten Geboten, denn auch Katzen können einen Sonnenbrand kriegen. Bei Katzen, die Freilauf genießen, darf man also gerne mal Nase und Ohren mit parfumfreier Sonnencreme einstreichen. Die meisten Stubentiger seien aber clever und suchen sich selbst ein schattiges Plätzchen. Wenn der Besitzer seiner Fellnase mal eine besondere Freude machen möchte, werden Streicheleinheiten mit nassen Händen angeboten. Bereits dieses geringe Maß an Feuchtigkeit kühlt das Tier ab. "Ich hatte noch nie eine Katze mit Hitzschlag!", so die Tierärztin, die weitestgehend auf die natürlichen Instinkte der schlauen Tiere vertraut.

Für Leckerlis tut der Hund alles - auch bei 30 Grad

Bei Hunden sei es aber eine andere Geschichte. Der beste Freund des Menschen holt auch bei tropenhausähnlichen Temperaturen noch das Stöckchen, wenn es dafür ein saftiges Leckerchen gibt. Dabei missachtet er die körpereigenen Warnsignale. Umso wichtiger, dass Frauchen und Herrchen darauf achten, dass Pausen eingelegt werden. Warnzeichen für einen Hitzschlag sind eine tiefrote Zunge, Hecheln mit gestrecktem Hals, ein glasiger Blick und Benommenheit. Die Körpertemperatur des Hundes darf 39 Grad nicht überschreiten, denn ab 40 Grad besteht bereits Lebensgefahr. Adamik rät schnelles Handeln: "Den Hund auf einen kühlen Steinboden oder in den Keller legen, kalt abduschen und einen Ventilator hinstellen. Wenn keine Besserung auftritt, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden."

Eine französische Bulldogge im Auto. Wie lange das wohl gut geht?

Lassen Sie Bello nicht im Auto!

Am häufigsten tritt ein Hitzeschlag auf, wenn Besitzer ihre Vierbeiner im Auto lassen. "Wenn die Sonne draufscheint, kann es schon innerhalb von zehn Minuten zum lebensgefährlichen Hitzschlag kommen, auch bei offenem Fenster", so die Veterinärin. Besonders anfällig seien kurznasige Rassen wie der Mops, Bulldoggen oder Pekinesen. Hunde können nicht durch die Haut schwitzen, sondern regulieren ihre Temperatur durch Zunge und Pfoten. Durchs Hecheln heizen sie sich selbst auf und die Atemwege schwellen an - ein sicheres Todesurteil für einen Mops, aber auch für viele andere Rassen. 

Der feuchte Vogel fängt den Wurm

Federvieh ist einfacher zu handhaben: Nicht nur Wildvögel freuen sich über eine Wasserschüssel in Ihrem Garten, sondern auch Kanarienvogel oder Papagei. Während Amsel und Drossel wohl eher flüchten, wenn Sie es mit der Blumenspritze regnen lassen, könnten Ihre Ziervögel gefallen an dem Wasserspiel finden. Alternativ kann man auch feuchte Tücher auf den Vogelkäfig legen. Die Tierärztin rät außerdem: "An heißen Tagen ist besonders auf die Belüftung des Zimmers zu achten, in dem die Vögel sich aufhalten. Durchzug setzt die Tiere aber unter Stress!" Ihre Wellensittiche werden sich mit einem fröhlichen Ständchen bei Ihnen bedanken. 

In Schwierigkeiten

BBC-Reporter rettet verletzten Vogel – kurz darauf bereut er es

Diesen Vogel hat der Reporter an einer Straße aufgelesen. Doch er ahnte nicht, dass er bald aufwachen würde.

Die haben doch einen Schatten!

Treibt der Klimawandel die Temperaturen weiter in die Höhe, könnte bis 2080 jede fünfte Eidechsenart ausgestorben sein, befürchten Barry Sinervo von der University of California in Santa Cruz. Reptilienliebhaber, die sich mit der Echse das Schlafzimmer teilen, sollten ihren Tieren also Schattenplätze bieten. Schlangen, Leguane und Co. brauchen außerdem ausreichend Wasser, das sie nicht nur trinken, sondern auch als Badestätte nutzen können. Ansonsten werden besonderes Schildkröten in ihrer Schale regelrecht gebraten. 

Achtung

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Hund
Lecker und scheinbar harmlos kommt Schokolade daher, doch die süße Versuchung ist lebensbedrohlich für Tiere. Schuld daran ist der Inhaltsstoff Theobromin, der bei Tieren eine Vergiftung hervorruft. Hier erfahren Sie welche weiteren Lebensmittel Sie auf keinen Fall verfüttern dürfen.
©Gala
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