Hospiz statt Flitterwochen: Sein letzter Wunsch? Heiraten

Corey Cunningham leidet an einem unheilbaren Gehirntumor. Doch bevor er ins Hospiz zieht, hat er noch einen Wunsch: Seine große Liebe heiraten.

Symbolbild

Corey Cunningham arbeitete im Oktober letzten Jahres in einer Raffinerie auf den US-Jungferninseln, als er plötzlich einen Anfall hatte. Einen Monat später wurde bei ihm ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert.

Keine Heilungschancen

Corey Cunninghams Aussichten waren schlecht, die Ärzte sahen keine Chance auf Heilung. Seine Lebenserwartung lag bei etwa 15 Monaten. "Es war herzzerreißend", sagt seine Ehefrau Tyyisha Evans, 42. "Wir weinten zusammen. Ich sagte: 'Du musst kämpfen. Ich brauche dich, um zu kämpfen.' Und er hat es getan." Cunningham wurde bestrahlt, chemotherapeutisch und medikamentös behandelt, doch im Januar zeigten die MRTs, dass die Behandlung nicht funktionierte.

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Sein letzter Wunsch: Heiraten

Als ihn ein Palliativmediziner fragte, wem er seine medizinische Vollmacht übertragen wolle, antwortete Cunningham, dass er einen Diamantring gekauft habe - und, dass er seine langjährige Freundin Tyyisha Evans heiraten will. Gesagt, getan. "Ich war so überrascht", sagt Evans gegenüber dem US-Magazin "People". "Ich dachte, das wäre das Letzte, woran er denken würde." Trotzdem hat sie "Ja" gesagt.

Corey Cunningham ging schon fünfmal auf die Knie

Es war das fünfte Mal, dass Cunningham um ihre Hand angehalten hat. Das Paar lernte sich im Februar 2013 auf einer Dating-Website kennen und lieben. "Ich habe mich in seine Stärke verliebt", sagt Tyyisha Evans heute. Sie liebe es, wie spontan und abenteuerlich Cunningham ist, trotzdem hat sie seine früheren Anträge immer abgelehnt. Der Grund: Der Cowboy-Fan musste arbeitsbedingt viel reisen, manchmal war er monatelang weg. Ein weiteres Hindernis war Evans Brustkrebs-Diagnose im November 2018. Ein Jahr später - und einen Monat, nachdem sie für krebsfrei erklärt worden war - wurde bei ihrem Freund der Tumor entdeckt. 

Beim sechsten Mal sagte Tyyisha Evans "Ja"

Fast könnte man meinen, dass es zwischen den beiden einfach nicht hätte sein sollen. Doch als Tyyisha Evans endlich "Ja" sagte, setzte Corey Cunningham alle Hebel in Bewegung und engagierte seine Krankenschwestern kurzerhand als Hochzeitsplanerinnen. Das Pflegepersonal besorgte den Kuchen und die Blumen, sogar ein Fotograf konnte durch zahlreiche Spenden engagiert werden. "So konnten wir unsere Liebe zu Corey zum Ausdruck zu bringen", sagt Krankenschwester Eva Boone. Sie erinnere sich gerne an den angenehmen, dankbaren Mann mit einem großen Lachen. "Er war ein wunderbarer Patient."

Nach der Hochzeit musste der Bräutigam ins Hospiz

Tragisch: Ungefähr eine Stunde vor dem Gang zum Altar am Montag (10. Februar) wurde die Braut darüber informiert, dass Cunningham für die Hospizversorgung bereit sei. "Es war überwältigend. Extrem überwältigend", so Evans. "Ich weinte, bevor ich überhaupt durch die Tür der Kapelle kam." Und: "Ich konnte nicht glauben, wie viele, völlig Fremde an unserem Hochzeitstag in Tränen ausbrachen", erzählt die frischgebackene Ehefrau gegenüber "People".

Verwendete Quellen: People

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