Wissenschaftlich nachgewiesen: Fünf Gründe, warum Sie sich einen Hund anschaffen sollten

Millionen Deutsche sind bereits im Besitz eines Hundes und kennen die Vorteile und positiven Eigenschaften ihrer tierischen Begleiter nur zu gut. Alle (noch) Hundelosen sollten sich diese fünf Fakten einmal etwas genauer durchlesen

Hunde sind förderlich für die Gesundheit (Symbolbild).

Rund zehn Millionen Deutsche sind bis Ende 2018 bereits auf den Hund gekommen. Das ermittelte das Online-Portal "Statista", das Daten von Markt- und Meinungsforschungsinstitutionen sowie aus amtlichen Ermittlungen und der Wirtschaft bündelt. Damit ist der Hund zwar nur das zweitliebste Haustier der Deutschen – Platz eins belegt weiterhin die Katze – die Anzahl der Haushalte mit Hund steigt aber stetig. Zum Glück! Denn wie verschiedene Studien belegen, ist das Leben mit Hund durchaus förderlich für die Gesundheit des Besitzers. GALA listet Ihnen fünf Gründe auf, warum Sie sich also einen Hund zulegen sollten.

1. Hundehalter leben länger

Dass Hundehalter ein aktiveres Leben führen und sich mehr bewegen als Menschen ohne Hund, ist nicht allzu verwunderlich. Trotzdem ist es bemerkenswert, wie sehr sich die körperliche Konstitution verbessert, wenn man sein Leben mit einem Hund bestreitet. Forscher der Universität Uppsala fanden heraus, dass Hundehalter eine deutlich höhere Lebenserwartung haben. Die zwölf Jahre andauernde Untersuchung ergab, dass die Sterblichkeit von Alleinstehenden mit Hund um 33 Prozent geringer ist als von Singles, die keinen tierischen Mitbewohner haben. Und mehr noch: Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt mit Vierbeiner an der Seite um elf Prozent.

Auch die Gefahr, Diabetes zu bekommen, sei laut den Wissenschaftlern geringer. Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert Tove Fall, die Leiterin der Arbeitsgruppe: "Eine Erklärung für diese Ergebnisse könnte sein, dass es das Wohlbefinden erhöht und soziale Kontakte erleichtert, wenn man ein Tier hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich Menschen mit Haustieren gesundheitsbewusster verhalten und zumeist aktiver sind."

2. Hunde können Allergien vorbeugen

Dass Hunde beim Betreten des Hauses Bakterien mitbringen, ist für einige Menschen der Grund, sich kein Tier anzuschaffen. Diese Denke ist jedoch falsch, wie unter anderem Allergologe Prof. Thomas Fuchs vom "Ärzteverband Deutscher Allergologen" gegenüber "Bild"erklärt: "Studien zeigen, dass Hunde allergische Reaktionen und auch Neurodermitis bei Kindern hinauszögern oder sogar verhindern können. Momentan wird noch ausführlich an dem Thema geforscht. Die bisherige Erklärung: Hunde bringen Bakterien und Viren ins Haus. Dadurch ist das Immunsystem der Kinder darauf konzentriert, Infektionen abzuwehren, sodass Allergien keine Chance haben."

Auch die "Tucson Children’s Respiratory Study" beschäftigte sich mit diesem Thema und fand 2004 ähnliches heraus. Wie das "Ärzteblatt" berichtet, würden bei Kindern deutlich seltener Allergien oder allergisches Asthma diagnostiziert, wenn sie viel mit Hunden in Berührung sind.

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, sind oftmals gesünder als andere Kinder. 

3. Hunde reduzieren Stress und machen glücklich

Dass Hunde ihren Besitzern Freude bereiten, können wohl viele derselben bestätigen. Doch dass Hunde Menschen glücklich machen, ist nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern auch erwiesen. Wie unter anderem der "Bundesverband Bürohund e.V" schreibt, schütten Menschen beim Kuscheln mit ihrem Hund Oxytocin aus. Dahinter verbirgt sich das sogenannte Liebeshormon, das auch bei Berührungen mit Menschen – wie etwa beim Umarmen des Partners oder beim Stillen von Babys – ausgeschüttet wird. Oxytocin bewirkt, dass sich zwei Lebewesen zueinander hingezogen fühlen und sich beim Kuscheln ein Vertrautheits- sowie ein Wohlgefühl einstellt. Das besagte Hormon kann aber noch mehr: Es reduziert Stress und kann Depressionen vorbeugen. 

4. Hunde sorgen für bessere Stimmung im Büro

Auch im Büro schaffen es Hunde, die Stimmung der Arbeitnehmer zu verbessern und Stress bei zu reduzieren, wie unter anderem der Management-Professor Randolph Barker von der "Virginia Commonwealth University" 2012 nachwies. Eine kurze Streicheleinheit oder eine aktivere Mittagspause sorgen für mehr Motivation und schaffen ein freundlicheres Arbeitsumfeld. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Hund gut erzogen ist und die Ruhe und Arbeitsatmosphäre gewahrt ist. Um nur die Vorteile eines Bürohundes, den mittlerweile so einige Arbeitgeber erlauben, auszuschöpfen, sollten im Vorfeld feste Regeln aufgestellt werden. 

Hunde können auch im Büro für bessere Stimmung und mehr Entspannung sorgen.

5. Der Hund als Kontaktvermittler

Wer sich trotz seines Hundes manchmal alleine fühlt, der muss nur eine große Runde mit ihm durch den Park gehen und kann so neue Leute kennenlernen. Eine Studie, die vom "Forschungskreis Heimtiere" in Auftrag gegeben wurde, bewies, dass der Hund als einer der besten Kuppler fungiert. Denn die Tiere bieten nicht nur immer ein nettes Gesprächsthema, sondern schaffen auch direkt ein Näheverhältnis zu anderen Hundebesitzern. 77 Prozent der befragten Personen gaben demnach an, dass das Haustier die natürlichste Art sei, um ins Gespräch zu kommen. 

Hund macht Sachen

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Das Spiel, das dieses Herrchen mit seinem Fellknäuel in XXS-Format spielt, ist einfach zuckersüß anzuschauen.
©Gala

Verwendete Quellen: Süddeutsche Zeitung, Bild, Spiegel Online, Focus, Ärzteblatt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, bv-bürohund.de, Welt, science.sciencemag.org, Statista, mensch-heimtier.de, Antenne Niedersachsen



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