Harry Potter: Schule verbannt J. K. Rowlings Romane

Eine amerikanische Schule hat die "Harry Potter"-Bücher aus der Bibliothek verbannt - weil sie glaubt, die Romane enthielten dunkle Magie.

Vor Harry Potter sollte man sich in Acht nehmen. Und das offenbar nicht nur, wenn man Lord Voldemort heißt, eine fiktive Romanfigur ist und versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Vielmehr glaubt ein amerikanischer Pastor aus dem US-Bundesstaat Tennessee, dass die Abenteuer des Zauberlehrlings aus dem Ligusterweg eine reale Bedrohung für die Gesellschaft darstellen.

Harry Potter stellt eine "wahre Bedrohung" dar

Denn, so schreibt Pastor Dan Reehil von der "St. Edward Catholic School" in Nashville in einer E-Mail an die Eltern seiner Schüler: Zauberei würde in den Büchern nicht eindeutig als böse dargestellt, sondern ebenso als Kraft des Guten.

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©Gala

Schulleiter Reehil hält diese Botschaft für zu riskant: "Das ist nicht wahr, sondern eine schlaue Täuschung", heißt es in seinem Rundschreiben, das die Lokalzeitung "The Tennessean" zitiert. Aus dieser Erleuchtung zog Reehil umgehend Konsequenzen und verbannte die Jugendroman-Reihe von J. K. Rowling, 54, aus der Bibliothek seiner Schule.

J. K. Rowlings Literatur, die dunkle Bedrohung?

Doch nicht nur das: Reehil habe zahlreiche Exorzisten in den USA und in Rom konsultiert. Gemeinsam seien die Geistlichen zu dem Schluss gekommen, dass "die Flüche und Zaubersprüche in diesen Büchern echt sind und, wenn sie von einem Menschen gelesen werden, böse Geister heraufbeschwören könnten".

Wie es sein kann, dass bei den Dreharbeiten zu den acht Filmadaptionen der Romanreihe niemand zu Schaden kam - oder gar einem Todesfluch zum Opfer fiel - dafür liefert der Pastor in seiner Mail allerdings keine Erklärung.

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Selbst Exorzisten wurden befragt

Es ist nicht das erste Mal, dass "Harry Potter" ins Visier der Kirche geraten ist. Im April 2019 verbrannten katholische Priester in Polen mehrere Ausgaben des Jugendromans - wegen dessen "schlechter Energie".

Selbst der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger, später Papst Benedikt XVI., 92, prangerte 2003 die "subtile Verführung" der Bücher an. Er war überzeugt: Der Inhalt der Romane vermag es, das Christentum "in der Seele" zu zersetzen.

Verwendete Quellen: SpotOnNews

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