Harald Sükar: Ehemaliger McDonald's-Manager warnt vor Fast Food

Harald Sükar war jahrelang bei einem Unternehmen angestellt, was er jetzt harsch anklagt: McDonald's. Der Ex-Manager schrieb nun ein Buch und warnt ausdrücklich vor dem ungesunden Essen des Schnellrestaurants

Fast Food von McDonald's.

Harald Sükar, seines Zeichens Unternehmensberater, warnt in seinem neuen Buch vor Fast Food. Nichts ungewöhnliches, wenn man bedenkt, dass das Essen aus Schnellrestaurants schon seit Längerem keinen allzu guten Ruf mehr genießt. Doch etwas an der Publikation sorgt für Aufsehen: Sükar war 13 Jahre lang für McDonald's tätig. Für den Konzern, den er jetzt öffentlich anprangert. 

Harald Sükars späte Einsicht

Dafür hat Harald Sükar aber seine Gründe, wie er unter anderem im Interview mit dem österreichischen "Kurier" erzählt. Der heute 56-Jährige hat sich in der letzten Zeit aufgrund gesundheitlicher Probleme intensiv mit seiner Ernährung auseinander gesetzt. Er habe 110 kg gewogen, sei körperlich am Ende gewesen, erzählt Sükar der Zeitung. Zwar hatte er McDonald's da schon vor über zehn Jahren verlassen, trotzdem habe er sich erst vor zwei Jahren mit dem Thema Fast Food beschäftigt: "Ich habe mich dann intensiv mit Ernährungsstudien befasst und gemerkt, dass das, was ich früher verkauft habe, ungesund oder sogar gesundheitsgefährdend war. Einige Kinder in meinem Umfeld haben dann auch noch Diabetes bekommen, ein Achtjähriger hat eine nichtalkoholische Fettleber vom Zuckerkonsum. Da hab ich gedacht, wenn ich schon früher nichts gemacht habe, muss ich jetzt etwas tun."

Verdrängung als Abgrenzung

Dass Fast Food eine Mogelpackung ist, die zu viel Fett und leere Kalorien beinhaltet, ist eigentlich keine große Neuigkeit mehr. Dass Burger, Pommes und Co. krank und dick machen auch nicht. Wie also kann ein so hochrangiger McDonald's-Manager um diese Gefahren nicht wissen? Sükar, der zeitweise sogar Chef von McDonald's Österreich war, erklärt sich so: "Letztendlich habe ich die Aussagen, die diese Konzerne ja heute noch tätigen, selber geglaubt." Er habe nicht realisiert, dass Zucker tatsächlich süchtig machen kann und dass man die Fast-Food-Sünden mit ausgewogenen Ernährung oder Sport wettmachen könnte. Auch, dass das besagte Essen keine guten Nährstoffe enthält, habe er verdrängt. 

McDonald's wird nicht erfreut sein

In seinem Buch folgt nun die große Abrechnung. Allein der Titel "Die Fast Food-Falle: Wie McDonald's und Co. auf Kosten unserer Gesundheit Milliarden verdienen" macht deutlich, dass der 56-Jährige nicht allzu viel Positives zu berichten hat. Sein ehemaliger Arbeitgeber dürfte über die Publikation nicht allzu erfreut sein. Obwohl Harald Südar sich dessen bewusst ist, ist das für ihn zweitrangig: "Eine Freude werden sie nicht haben, aber vielleicht regt es zum Nachdenken an. Das Buch geht ja nicht gegen McDonald’s im Speziellen, ich habe gerne dort gearbeitet – es geht gegen die Industrie und um bewusste Ernährung. Wenn auch nur ein Kind weniger an Diabetes erkrankt, habe ich mein Ziel erreicht."

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©Gala

Verwendete Quellen: Kurier, Express, Amazon



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