Hallstatt-Hype: Diente diese österreichische Stadt als Vorbild für "Frozen 2"?

Der zweite Teil des Disney-Krachers "Frozen" läuft gerade in den Kinos und freut sich weltweit großer Beliebtheit. Jetzt machen Gerüchte die Runde, dass ein Ort in Österreich als Inspiration für das Reich von Eiskönigin Elsa gedient haben soll. Der Bürgermeister ist nicht begeistert.

Hallstatt in Österreich

Ein See, ein Schloss und im Hintergrund ein romantisches Bergpanorama – Arendelle, das Reich von Eiskönigin Elsa aus dem Disney-Animationshit "Frozen" und "Frozen 2", kommt ortskundigen Hallstatt-Besuchern doch bekannt vor. Denn der Österreichische Ort soll tatsächlich als Vorlage für die fiktive Kulisse gedient haben. Der Bürgermeister der Marktgemeinde im österreichischen Salzkammergut ist davon gar nicht begeistert.

Arendelle von Hallstatt inspiriert?

Die pittoreske Atmosphäre, direkte Lage am Wasser, die Gipfel rundherum, das Kopfsteinpflaster – es gibt viele Faktoren, die Hallstatt zu dem machen, was es ist. Und das könnte durchaus auch Disney aufgefallen sein. Denn der Ort ist vor allem bei Touristen sehr beliebt. Davon könnte auch das US-Medienunternehmen Wind bekommen und sich für "Frozen" Inspiration gesucht haben. Schon seit Jahren gilt Hallstatt als Anziehungspunkt für internationale Touristen, das Interesse ist in den letzten Wochen aber noch einmal deutlich angestiegen. 

Und ja, abzustreiten sind die Ähnlichkeiten nicht. Der Kirchturm der oberösterreichischen Stadt soll als Inspiration für Elsas Schloss gedient haben, der See, das Bergpanorama – Arendelle mutet durchaus wie Hallstatt an. 

Hallstatt-Bürgermeister will von dem Hype nichts wissen

Von den Spekulationen hat auch Alexander Scheutz, Bürgermeister von Hallstatt gehört, begeistert ist er davon aber nicht. "Das stand offenbar in einer chinesischen Zeitung, ich weiß davon aber nichts“, sagt er im Gespräch mit "heute.at". Scheutz machen die Gerüchte vor allem im Hinblick auf die Touristenstürme Sorgen. Denn schon lange ist die Stadt überlaufen, die neuerlichen Spekulationen haben den Ansturm noch einmal ordentlich in die Höhe getrieben. 

2019 kamen täglich durchschnittlich 10.000 Besucher, so schreibt es "Guardian" – zu viel für Scheutz. Er möchte davon nichts wissen: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Ortsbild von Hallstatt die Vorlage für Arendelle gewesen sein soll. Auf Bildern, die ich im Internet gefunden habe, sieht man eine Burg, deren Mauern einen Berg hinaufführen. Bei uns gibt es an der Stelle eine Standseilbahn. Und die Häuser am Wasser, so etwas sieht man doch auch anderswo, zum Beispiel in Deutschland am Rhein."

"Wir halten das nicht mehr aus"

Über noch mehr Aufmerksamkeit für seine Gemeinde freut sich Scheutz tatsächlich nicht, und das, obwohl Touristen Geld bringen. "Das ist zusätzliche Werbung für uns - und wir halten das nicht mehr aus. Die vielen Touristen, die ohnehin inzwischen zu uns kommen, sind eine enorme Belastung für die Bevölkerung", beschwert er sich im Interview mit "Spiegel".   

Verwendete Quelle: Spiegel, heute.at, futter.kleinezeitung.at

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