Ärger bei Airline: Ryanair lässt autistischen Jungen nicht ins Flugzeug – aus diesem unfassbaren Grund

Am einem spanischen Flughafen soll sich ein unschöner Zwischenfall ereignet haben: Eine Crew der irischen Airline Ryanair wollte einen Jungen nicht mitnehmen. Die Gründe für die Auseinandersetzung schockieren

Ein Junge wartet am Flughafen (Symbolbild). 

Im spanischen Alicante sollen sich am Flughafen unschöne Szenen abgespielt haben. Der Grund? Die irische Fluggesellschaft Ryanair soll einem behinderten Jungen und seiner Betreuerin den Zutritt ins Flugzeug verwehrt haben – weil er seine Puppe mit an Bord nehmen wollte. Dafür muss die Airline jetzt heftige Kritik einstecken, die Mutter des Jungen wehrte sich auf Facebook gegen das Vorgehen des Unternehmens.

Leo und seine Betreuerin werden abgewiesen

Eigentlich wollte der 15-jährige Leo nur von Spanien in seine Heimat Großbritannien fliegen. Doch der für viele völlig normale Linienflug, der keine drei Stunden dauert, wurde für Leo zum Horrortrip – und das schon bevor das Flugzeug überhaupt den spanischen Boden verlassen hatte. Denn der Brite leidet an Autismus. Was für viele Menschen alltäglich ist, bedeutet für den Jungen aus Doncaster große Anstrengung. Viel schneller als gesunde Menschen kann er aus dem Konzept gebracht werden. 

Eine für ihn schwierige Situation spielte sich noch vor dem Betreten des Flugzeugs in Alicante ab. Als Leo und seine Betreuerin, die ihn auf dem Trip nach Spanien begleitete, in die Maschine steigen wollten wurden sie von den Mitarbeitern der Airline aufgehalten. Grund dafür war die Puppe, die Leo bei sich trug, so schildert es seine Mutter Helen Estella später bei Facebook. Dem Junge wurde es untersagt, die Puppe einfach mit in die Maschine zu nehmen; das Spielzeug müsse für 25 Pfund, umgerechnet also etwa 29 Euro, als Extra-Gepäck aufgeben werden, so die Ansage der Crew. 

Helen Estella wehrt sich auf Facebook

Eine Summe, die Leos Betreuerin nicht zahlen wollte. Sie wehrte sich gegen die Verordnung, Ryanair verständigte die Polizei, die mit fünf Beamten anrückte. Zu viel Stress für den Teenager: Er erlitt noch am Flughafen einen Zusammenbruch. "Mein armer Leo ist am Flughafen in Alicante und wollte seine Puppe mit an Bord nehmen. Er hat einen heftigen autistischen Zusammenbruch erlitten, nachdem sie fünf Polizisten zu ihm geschickt und ihn nicht ins Flugzeug gelassen haben", berichtete Estella quasi live auf Facebook. Seine Krankheit sei von der Fluggesellschaft nicht anerkannt worden: "Seine Betreuerin bat um besondere Hilfe, aber Ryanair lehnte dies ab, weil er laufen kann", shrieb sie weiter. Der Vorfall habe Leo so zugesetzt, dass er noch am Flughafen einen Arzt aufgesucht haben soll. 

Leo fliegt mit einer anderen Airline

Ganz andere Erfahrungen machte Leo dann nur wenige Stunden später mit der Airline Jet2, mit der er dann den Heimweg antrat. Von Beginn an hätten sich die Mitarbeiter um ihn gekümmert, seien ihm auf dem Flug nach Großbritannien nicht von der Seite gewichen und hätten durchweg versuchten, ihm ausreichend Sicherheit zu geben, so schreibt Helen auf Facebook. Als das Flugzeug abhob habe eine Stewardess neben ihm gesessen und ihn beruhigt. Auch davon veröffentlichte Helen Estella Fotos auf Facebook. Zusätzlich sprach sie Jet2 und der Besatzung ihren Dank aus: "Jet2, ich kann mich nicht genug dafür bedanken, dass Sie meinen behinderten Jungen nach Hause gebracht haben ... und ihn mit Freundlichkeit behandelt haben ... Würde und Respekt, und vor allem Zeit ... autistische Kinder benötigen eben zusätzliche Verarbeitungszeit."

Ryanair soll sich entschuldigt haben

Der Post der Spanierin sorgte für jede Menge Empörung im Netz. Innerhalb weniger Tage wurde er über 80.000 Mal geteilt und mehr als 15.000 Mal kommentiert. Die Kommentare unter dem Beitrag dürften Ryanair so gar nicht gefallen. Laut der britischen Tageszeitung "The Sun" soll sich die Airline mittlerweile bei Leo und seiner Familie entschuldigt haben. 

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Verwendete Quellen: Facebook, The Sun

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