WhatsApp, Facebook, Instagram & Co.: Können Huawei-Nutzer diese Apps bald nicht mehr nutzen?

Die USA verschärfen ihre Maßnahmen gegen den chinesischen Technik-Konzern Huawei. Google setzt vorübergehend seine Geschäftsbeziehungen aus – mit drastischen Folgen für die Nutzer

Google beendet Zusammenarbeit mit Huawei

Der US-amerikanische Großkonzern Google beugt sich Präsident Donald Trump und beendet vorerst die Zusammenarbeit mit Huawei. Für Nutzer, die ein Smartphone von Huawei besitzen, bedeutet das, dass sie schon bald auf Google Apps verzichten müssen. Auch Updates werden nicht mehr angeboten. Sind die mobilen Endgeräte damit unbrauchbar?

Google beendet Kooperation mit Huawei

Googles Betriebssystem Android ist das am weitesten verbreitete weltweit. Dass der Konzern die Zusammenarbeit mit Huawei jetzt pausiert, hat weitreichende Folgen für die Nutzer. Denn eine uneingeschränkte Nutzung des Smartphones ist dann nicht mehr möglich. Mit einem Huawei-Gerät könnte man künftig nicht mehr auf Google-Apps und -Dienste wie das E-Mail-Programm Gmail zugreifen, heißt es bei der Nachrichtenagentur "Reuters". Demnach könnte man künftig auf einem Huawei-Telefon also nur noch die frei zugänglichen Open-Source-Versionen der einzelnen Programme nutzen.

Update 28. Mai

Der US-Boykott scheint Huawei doch härter zu treffen als zuerst gedacht. Nachdem sich das chinesische Unternehmen nach Trumps Beschluss kämpferisch gab und ankündigte, ein eigenes Betriebssystem plus App-Store auf den Markt bringen zu wollen, halten sich doch die Vermutungen, dass die beliebtesten amerikanischen Apps – wie WhatsApp, Facebook und Instagram – dort nicht zu finden sein werden. Zumindest dann, wenn das chinesische Unternehmen immer noch auf der schwarzen Liste der US-Regierung steht. 

Die Entscheidung Trumps ist für den Huawei-Chef Ren Zhengfei "ein großer Witz", wie er im Interview mit "Bloomberg" sagte. Und er geht noch weiter: Nachdem er Donald Trump vor wenigen Monaten noch als "großartigen Präsidenten" beschrieb, nennt er seine Twitter-Beiträge nun lächerlich und in sich widersprüchlich, so berichtet es unter anderem die FAZ. Obwohl Trump auf diesen Angriff noch nicht reagierte, scheint das letzte Wort in dieser Fehde noch nicht gesprochen. 

Update 20. Mai 

Über seinen Twitter-Kanal hatte Android nach der Entscheidung des US-Präsidenten zuerst Entwarnung gegeben. Dort steht geschrieben, dass bereits auf dem Markt befindliche Huawei-Geräte weiterhin mit allen Google-Diensten wie Play Store, Google Maps, Gmail und Ähnlichem funktionieren würden. Bestehende Geräte hätten demnach keine Änderungen zu befürchten, sie erhielten auch weiterhin Updates der Google-Apps. Unklar ist allerdings weiterhin, wie es sich mit Android-Sicherheitsupdates sowie neuen Hauptversionen verhält. 

Google beugt sich Trump-Dekret

Google reagiert mit dem Beschluss auf ein Dekret, das US-Präsident Trump am Mittwoch erlassen hatte. Damit hatte er US-amerikanischen Unternehmen die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten eingestuft wird. Zudem rief er den nationalen Notstand in der Telekommunikation aus. Huawei gilt als Hauptziel dieser Maßnahme. Die USA befürchten, dass Huawei seine Technik zu Spionage- und Sabotagezwecken nutzt. Mehrere Länder hatten das chinesische Unternehmen zuletzt als potentielle Gefahr für die Cybersicherheit eingestuft, auch auf Betreiben der USA hin. 

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©Gala

Verwendete Quelle: faz.net, Reuters, Tagesschau.de, giga.de, bild.de

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