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Gesundheit Regelschmerzen sind so schlimm wie ein Herzinfarkt

Regelbeschwerden kennt leider jede Frau
Regelbeschwerden kennt leider jede Frau
© Getty Images
Von wegen "Frauen stellen sich immer so an". Britische Forscher haben herausgefunden, dass die Schmerzbelastung während der Menstruation so schlimm sein können wie ein Herzinfarkt

Viele Frauen kennen das: Die Stimmung schwankt, man fühlt sich unwohl in seiner Haut - und dann kommt der Schmerz.

Das monatliche Leiden

Einmal im Monat muss sich das weibliche Geschlecht mit fiesen Regelschmerzen und verschiedensten Beschwerden rumplagen. Von Männern kommen dann schon einmal Sätze wie "Ach, das bisschen Bauchschmerzen". Völlige Verständnislosigkeit auf beiden Seiten - und noch mehr Ärger über mangelndes Mitgefühl.

Wie "telegraph.co.uk" berichtet, haben britische Forscher nun einen wirklich anschaulichen Vergleich gezogen. John Guillebaud, Professor am University College London, sagt dass die Krämpfe "so schlimm sein können wie ein Herzinfarkt".

Mehr Verständnis und Mitgefühl

Er fügt hinzu, dass eine mangelnde Akzeptanz von Krankheitsbild und Symptomen herrscht. Allzu oft würden die Beschwerden heruntergeredet werden, ein krankheitsbedingter Ausfall wird zum Teil sogar spöttisch abgetan. Noch immer würden Frauen, so "editionf.com", lieber Kopf- oder Magenschmerzen vorschieben, als ihren männlichen Chefs zu sagen, dass sie wegen Regelschmerzen nicht zur Arbeit erscheinen können.

Ein fürchterlicher Kreislauf, der kaum zu stoppen ist. Wie eine Heldin wurde die Olympia-Schwimmerin Fu Yuanhui dafür gefeiert, dass sie ihre etwas enttäuschenden sportlichen Leistungen ganz offen mit der kurz zuvor eingetretenen Periode begründete. Erstaunen wurde zu Begeisterung - und das vermeintliche Tabuthema rückte endlich in den Fokus der Diskussion.

Das kann im Ernstfall helfen

Wenn mal wieder alles ausweglos erscheint und der Schmerz unerträglich wird, können nur Medikamente die Beschwerden wirklich lindern. Doch auch einige kleine Hausmittel sollen Besserung versprechen: Bestimmte Tees (z.B. Johanniskraut, Kamillenblüten, Melisse oder Frauenmantel), Sporteinheiten und Wärme in Form einer Wärmflasche oder Pflastern können sich lindernd auswirken.

kst Gala

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