Tod durch Energydrinks?: Mann erleidet Herzstillstand: Witwe fordert Verbot der Getränke

Cassondra Reynolds trauert um ihren geliebten Ehemann John. Jetzt hat die Witwe ein wichtiges Projekt ins Leben gerufen, um auf die Gefahren von Energydrinks aufmerksam zu machen.

Vor neun Jahren hat Cassondra Reynolds, 49, die Liebe ihres Lebens verloren: Ihr Ehemann John Reynolds starb mit nur 41 Jahren an Herzversagen. Schuld an dem plötzlichen Tod könnten zu viele Energydrinks sein.

Cassondra Reynolds fordert ein Verbot von Energydrinks

Heute macht die Witwe auf die Gefahren der Wachmacher-Getränke aufmerksam und fordert ein generelles Verbot in ihrer Heimat Kalifornien. Wer Energydrinks trinkt, spiele "russisches Roulette mit seinem Leben", sagt sie gegenüber "Daily Mail". Das habe ihr sogar ein Arzt bestätigt. Das beste Beispiel dafür sei ihr Mann: Als Mechaniker arbeitete John Reynolds oft nachts und griff zu Beginn jeder Schicht zu einem Energydrink, um sich wach zu halten – ohne sich der Gefahren bewusst zu sein.

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John Reynolds wurde für hirntot erklärt

Am 5. Februar 2011 wachte Cassondra dann mitten in der Nacht auf und hörte ihren Mann nach Luft schnappen. Sie legte ihn auf den Boden und versuchte, ihm mit einer Herz-Lungen-Massage das Leben zu retten, drei Minuten später traf der Notarzt ein. "Ich sah, wie er sich von blau in grau verwandelte, und ich betete nur, dass ihm nichts passieren möge", erinnert sich Cassondra Reynolds im Gespräch mit "Daily Mail". Er wurde in ein medizinisch bedingtes Koma und einen therapeutischen Zustand der Unterkühlung versetzt, um weitere Schäden an seinem Gehirn durch Sauerstoffmangel zu verhindern. Doch vergebens: Am 19. Februar wurde John Reynolds für hirntot erklärt und seine Ehefrau musste die Entscheidung treffen, die lebenserhaltenden Maschinen abzuschalten. 

Energydrinks können Herzrhythmusstörungen verursachen

"John war gesund, er trainierte jeden Tag, er hatte sich im Monat zuvor einer vollständigen körperlichen Untersuchung unterzogen, und alle seine Ergebnisse waren gut", sagt die Witwe gegenüber "Daily Mail". "Als er ins Krankenhaus kam, sagte mir der Arzt, dass sein Zuckerspiegel himmelhoch sei und er stellte mir alle möglichen Fragen über seinen Lebensstil, ob er Drogen nahm und ob er gesundheitliche Probleme habe." Fragen, die Cassondra verneinen konnte. "Irgendwann fragte mich der Arzt, ob er Energiegetränke trinke, was ich bejahte, aber nur einmal am Tag. Er erklärte mir, dass man nur einen Energy-Drink braucht, um den Rhythmus des Herzens zu verändern und eine Herzrhythmusstörung zu verursachen." 

Dr. Maike Schwarz bestätigt auf Nachfrage von GALA, dass Energydrinks vor allem dann gefährlich werden können, wenn bereits eine Herzerkrankung vorliege. Oftmals wissen die Betroffenen gar nichts davon, dass ihr Herz beeinträchtigt ist, da sie es im Alltag nicht merken. Das kann den Verzehr von Energydrinks durchaus gefährlich machen.

"Ich möchte, dass die Menschen wissen, wie gefährlich diese Getränke sind"

John Reynolds war Cassondras "Seelenverwandter", weiterleben fällt ihr auch heute noch schwer. "Man kann nicht weitermachen, wenn das Herz einem anderen gehört", sagt die Mutter von drei Söhnen. Doch sie macht weiter – für ihren verstorbenen Ehemann.

Er war ein wirklich guter Vater und der beste Ehemann. Ihn seinen letzten Atemzug nehmen zu sehen, war das Schmerzlichste, was ich je erlebt habe. Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz physisch gebrochen war.

"Ich möchte, dass die Menschen wissen, wie gefährlich diese Getränke sind, und ich möchte, dass die Menschen darüber sprechen, dass sie ihre Liebsten verlieren, denn das passiert ständig, doch man hört einfach nichts davon", erklärt Reynolds. Die Gruppe "Energy Drink and Pre-Workout Awareness", die sie dafür auf Facebook gegründet hat, hat derzeit 11.000 Mitglieder.

Verwendete Quellen: Daily Mail, eigene Recherche

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