GALA testet: Die leise Revolution des Schneidebretts

Das "Frankfurter Brett" soll die Küche revolutioneren. Ob das Schneidebrett mit dem gewissen Extra hält, was es verspricht, haben wir für Sie getestet

Das Frankfurter Brett in der Basic-Version.

Vorbereitung ist alles!

Wer viel in der Küche steht und gerne kocht, weiß wie wichtig die Vorbereitung ist. Nur wer genau weiß, wo seine fein säuberlich geschnippelten Zutaten stehen, kann seiner Familie oder seinen Gästen ohne Stress ein schmackhaftes Mahl servieren. Profiköche wissen: Die Organisation in der Küche, auch "Mise en place" genannt, ist das A und O, das über Küchenchaos oder Gaumenschmaus entscheidet. In der heimischen Küche behelfen sich viele Hobbyköche dabei mit Tellern und Schüsseln, in die die Zutaten für das Gericht kommen. Oft steht dann allerdings früher oder später die gesamte Arbeitsfläche voll mit sperrigem Geschirr über das man keinen Überblick mehr hat.

Das Frankfurter Brett in der Basic-Version.

Dieses Problem will das "Frankfurter Brett" beheben. Auf den ersten Blick sieht die Erfindung des Frankfurter Start-Up-Unternehmens aus wie ein ganz gewöhnliches Schneidebrett. Auf den zweiten Blick offenbart sich das pfiffige Innenleben: Mithilfe eines ausziehbaren Bügelsystems lassen sich Behälter für Schnittgut, Abfälle und Zutaten am Schneidebrett befestigen. Mit dem optional erhältlichen iPad-Halter hat man sein Rezept immer im Blick. Die Behälter sind genormt, sodass man beliebig viele Behälter dazu kaufen kann, um dem Chaos in der Küche den Kampf anzusagen. Das sieht vielversprechend aus!

Das Frankfurter Brett im Praxistest

Ins Praxistest schicken wir das Frankfurter Brett BASIC und es weiß auf Anhieb zu gefallen. Es ist rundum sauber verarbeitet und hat genau die richtige Größe für die Arbeitsfläche einer Großstadtküche. Den ersten Test meistert das Frankfurter Brett mit Bravour: Da die Unterseite des angenehm schweren Bretts gummiert ist, ist das Brett in jeder Situation rutschfest - ein Problem, das man von manch günstigerem Brett nur zu gut kennt.

Mehr Ordnung mit dem Frankfurter Brett.

Die Klinge des Messers tanzt nur so über das edle Holz des Bretts und zerteilt mühelos die Zutaten für das Abendessen. Die Abschnitte und Abfälle werden rechts vorn in den Plastikbahälter geschoben, das fertig geschnittene Gemüse kommt nach links vorn - aber erst nachdem man es mit einer großzügigen Prise Salz und Pfeffer gewürzt hat, das sich auch vor einem in einem Behälter befindet. Schneiden, Abfälle beseitigen, würzen, ordnen: Das alles geht so intuitiv in Fleisch und Blut über, dass man sich fragt, wie man vorher eigentlich ohne dieses Brett gekocht hat.

Wer schneiden kann ohne hinzugucken, kann sich während des Schnippelns auf seinem Tablet das Rezept anzeigen lassen - oder sogar einen Film sehen. Da sage mal noch einer Kochen sei langweilig!

Für den zusätzlichen "Profi-Küchen"-Flair kann man nach getaner Schneidearbeit die Behälter mit dem Schnittgut neben seinen Herdplatten platzieren und ganz galant, quasi "aus dem Handgelenk", seine Zutaten in die brutzelnde Pfanne bugsieren. Vorbei ist es mit der Hetzerei zwischen Schneidebrett und Herd. Wer mit diesem Brett arbeitet, wird unbewusst zur Ordnung erzogen, denn alle Zutaten sind schon fertig geschnitten, wenn man am Herd steht. Bestenfalls kann man sich dann auf die wesentlichen Aspekte wie Garstufe und Röstaromen konzentrieren. Und siehe da: Plötzlich hat man viel mehr Ruhe beim Kochen und damit auch viel mehr Freude.

Nach getaner Arbeit können die Hartplastikbehälter einfach in die Spülmaschine gestellt werden. Je nach Verschmutzungsgrad wird das Schneidebrett mit einem milden Spülmittel abgewischt und trocken gerieben und schon ist es sauber. Wer sich darum sorgt, dass Holzbretter unhygienisch seien, der sei unbesorgt: Tatsächlich sind Holzbretter sogar hygienischer als die vermeintlich so sauberen Plastikbretter.

Küchenspaß für Groß und Klein.

Wurde hier das Rad neu erfunden?

Es ist nicht schwer ein Fazit zum Frankfurter Brett zu finden. Wer gerne Zeit hinterm Herd verbringt und seine Abläufe optimieren möchte, der kommt kaum um dieses Brett drumrum. Dabei ist dieses Brett nicht nur praktisch, es sieht auch noch wirklich gut aus. Man merkt schon beim Auspacken, dass die beiden Erfinder sich wirklich Gedanken gemacht haben und es verwundert nicht, dass es sich bei den beiden nicht nur um Zwillinge, sondern auch um einen Koch und einen Designer handelt.

Auch der Preis von ca. 135 Euro im Kickstarter-Shop für die günstigste Variante geht völlig in Ordnung. Bei guter Pflege sollte das Frankfurter Brett etliche Jahre halten und dabei viel Freude bereiten. Also wo ist der Haken? Der einzige Haken ist, dass das Schneidebrett schon lange kein Geheimtipp mehr und dementsprechend über die Kickstarter-Aktion derzeit ausverkauft ist. Wer im regulären Webshop jetzt sein Frankfurter Brett bestellt, bekommt es dann erst nach dem nächsten Produktionslauf am 20.Januar 2017. Doch das Warten lohnt sich!Und wer noch ein Last-Minute-Geschenk für Weihnachten sucht, ist hier an der richtigen Adresse - Weihnachtsgeschenk-Karte inklusive.

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