Gala blickt hinter die Kulissen: Das steckt hinter dem netto-Katzen-Video!

Bei diesem Dreh wurde keine Katze verletzt. Oder erschrocken

Mit ihrem Katzenvideo hat die Discounter-Kette "netto" bereits jetzt einen der YouTube-Hits des Jahres gelandet. Mit seinen herrlichen Seitenhieben auf Katzenvideo-Trends wurde der Werbeclip innerhalb von nur einer Woche sieben Millionen Mal angeklickt und fleißig in den sozialen Netzwerken geteilt.

Doch was steckt hinter den skurrilen Katzenvideos? GALA hat mit Tiertrainerin Katja Elässer gesprochen, die den netto-Clip betreut hat.

Warum haben Katzen Angst vor Gurken?

Katzen, die Angst vor Gurken haben, sind mittlerweile ein Klassiker unter den Katzenvideos im Netz. Doch was steckt dahinter, wenn eine Katze beim Anblick einer Gurke einen riesigen Satz macht? Haben Katzen etwa wirklich Angst vor Gurken?

Netto Marken-Discount

Die verrückteste Werbung aller Zeiten

Netto-Katzen

Das ist natürlich Quatsch, weiß Katzen-Expertin Elässer. "Man muss sich das so vorstellen: Die Katze sitzt zuhause tiefenentspannt vor ihrem Futternapf, frisst gemütlich und gerät dabei in eine Art Meditationszustand. In dem Moment wird in den Videos ein Gegenstand hinter die Katze gelegt. Wenn die Katze sich dann umdreht und den Gegenstand sieht, der vorher noch nicht im Raum war, erschrickt sie sich. Da die Katze ein Fluchttier ist, ist es ganz normal, dass sie dann Reißaus nimmt.", klärt sie auf.

Und was hat es mit der Gurke auf sich? Die ist eigentlich nur in den Video aufgetaucht, weil ein paar Leute das witzig fanden. Im Grunde genommen ist es aber egal, ob es sich bei dem Gegenstand um eine Kaffeetasse, ein Spielzeug oder eben eine Gurke handelt."

Beim Dreh für den netto-Clip wurde trotzdem keine einzige Katze erschreckt. Zum Einen verstoße es gegen den Kodex der Tiertrainerin, zum Anderen sei es schier unmöglich Katzen an einem Filmset in den nötigen Meditationszustand zu bekommen. Katja Elsässer hat sich dabei eines simplen Tricks der Film-Industrie bedient: Mithilfe eines hellgrünen Jumpsuits machte sie sich für die Kamera praktisch unsichtbar und hob die Katze einfach vom Boden hoch. In der Nachbearbeitung sah es dann so aus, als würde die Katze in Panik davonspringen.

Wie bringt man eine Katze dazu "No, no, no", also "Nein, nein, nein" zu sagen?

Im Netto-Video wird auch die beliebte "No, no, no"-Katze thematisch aufgegriffen, also eine Katze, die mit angelegten Ohren deutlich Laute von sich gibt, die an ein englisches "Nein" erinnern. Lustig findet das die Tiertrainerin überhaupt nicht: "In den Videos sieht man ein wahsinnig gestresstes Tier, das kurz davor ist ein anderes Tier anzugreifen. Dementsprechend legt sie die Ohren an und macht solche Geräusche."

Einem solchen Stress wollte Katja Elässer keine Katze aussetzen. Also musste sie für das netto-Video improvisieren: Sie besorgte für den Dreh eine Schottische Faltohrkatze, die zuchtbedingt angelegte Ohren und den passenden Gesichtsausdruck hat. Die Mundbewegung und die Geräusche wurden dann am Computer nachträglich eingefügt.

Auch die sogenannte "Amazed Cat", also eine Katze, die scheinbar überrascht aussieht, ließ sich nicht nachstellen, ohne die Katze in eine unanganehme Situation zu bringen. Die weit aufgerissenen Augen, die erweiterten Pupillen und der offene Mund wurden deswegen auch am Computer nachträglich eingefügt.

Am Ende entstand eines der lustigsten Katzenvideos der jüngeren Vergangenheit, ganz ohne dass eine Katze erschreckt oder bedrängt wurde. Bravo!

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche