Diagnose: Todkrank: Sie verprasst ihr ganzes Erspartes, doch dann geben Ärzte Fehler zu

Jackie Dibb hatte nur noch wenige Jahre zu leben und genoss den Rest ihrer Zeit in vollen Zügen, doch nach einem erneuten Arzttermin wurde alles noch schlimmer

Erspartes / Symbolbild

Gesagt zu bekommen, dass man sterben wird, wäre sicher für jeden ein Schock. Auch die Engländerin Jackie Dibb musste sich 2016 dieser Diagnose stellen. Für sie und ihren Mann Rob war klar: Die letzten Tage auf Erden wollten sie so gut es geht genießen.

Frontotemporale Demenz

Jackie litt schon seit längerem unter Launenhaftigkeit und aggressiven Phasen und ging daraufhin ins Krankenhaus. Man machte einen Hirn-Scan und sagte der damals 60-Jährigen, dass sie an Frontotemporaler Demenz leiden würde. Bei dieser Krankheit kommt es zum Abbau von Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns. Diese Region kontrolliert die Verarbeitung von Emotionen und das Sozialverhalten. Die Ärzte gaben ihr eine Lebenserwartung von fünf bis sieben Jahren, wobei sie nach zwei Jahren vermutlich nicht einmal mehr ihre Familie wiedererkennen würde. Ein Schock für alle. 

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Sie schmissen das Geld zum Fenster raus

Sie und ihr Mann beschlossen, das Leben noch einmal in vollen Zügen zu genießen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Sie fuhren mit der Familie in den Türkei-Urlaub, ließen endlich ihr Badezimmer renovieren und leisteten sich einen großen amerikanischen Kühlschrank mit Flügeltüren, von dem sie schon immer geträumt hatten. 11.000 Euro - ihr gesamtes Erspartes - hauten sie auf den Kopf.

Ehemann Rob ging vorzeitig in Rente, um die letzten Monate bei seiner Frau sein zu können und um sich um sie zu kümmern. Das Schlimmste war aber, es ihrer zwölfjährigen Enkelin zu erklären. "Ich werde immer noch hier sein, aber ich bin dann wie einer dieser Zombies, die du in Filmen siehst", meinte Jackie irgendwann zu ihr. 

Die Welt steht Kopf

345 Tage lang lebte die Familie so. Immer in dem Glauben, dass es Jackies letzte Tage sein würden. Eine erneute Untersuchung brachte dann ihre Welt vollkommen durcheinander. Der neue Hirn-Scan zeigte, dass es eine Fehldiagnose war, die der Arzt 2016 gab. Jackie litt nicht an Frontotemporaler Demenz, sondern an einer Angststörung und Depressionen. Die Symptome seien ähnlich und der Hirn-Scan, der sonst eigentlich Gewissheit bringt, wurde damals falsch interpretiert.

So geht es für sie weiter

Ihr Ehemann Rob ist noch heute völlig fassungslos: "Im Grunde haben wir ein Todesurteil bekommen. [...] Wie sie so einen großen Fehler machen konnten - ich werde es wohl nie erfahren. Ich habe noch viele Fragen", hieß es in englischen Medien.

Das Krankenhaus entschuldigte sich mehrfach für alles, doch trotz allem was passiert ist, denken die Dibbs nicht daran, es zu verklagen. "Das Krankenhaus war all die Jahre gut zu meiner Frau", meint Rob. "Wenn ich es verklage, gibt es vielleicht einen Brutkasten weniger auf der Station und ein Kind hätte nicht die Chance, um sein Leben zu kämpfen."

Er und seine Familie sind nun erst einmal froh, Jackie gesund und munter hoffentlich noch lange Zeit in ihrer Mitte behalten zu können.

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