Girlpower: Fotografin beweist: Mädchen können alles sein

Nachdem Mädchen und Frauen viele Jahre lang in ein eindeutiges Rollenbild gezwängt wurden, haben sie heute viel mehr Freiheiten zur persönlichen Entfaltung. Das erkannte auch eine Fotografin, die mit einem Projekt einmal mehr beweist: Mädchen können alles sein

Fotografin Heather Mitchell bewies mit einem Shooting: Mädchen können und dürfen alles sein

Mädchen müssen Prinzessinnen sein, Rosa und Schminke mögen und sich von Dreck und Matsch jeder Art fern halten. Das ist so selbstverständlich nicht richtig. Denn natürlich dürfen Mädchen all diese Dinge lieben und müssen sich nicht zwischen Glitzer und Fußball, Autos, Schlamm und Co. entscheiden. Mädchen (und Jungen natürlich auch) dürfen alles sein und müssen sich nicht auf Rollenklischees beschränken. Dem hat sich die amerikanische Fotografin Heather Mitchell in ihrem neuen Fotoprojekt angenommen. Dabei herausgekommen sind tolle Bilder, die die sozialen Medien im Sturm erobert haben.

Softball ist auch etwas für Mädchen!

Aber von vorne: Mitchells jüngste Tochter Paislee begann vor Kurzem mit einem neuen Hobby: Softball – eine Baseball-Variante – sollte es sein. So entschied es die Achtjährige. Ihre Mutter unterstützte sie sofort und begleitete sie des Öfteren zum Training. Dort hatte sie nach eigenen Angaben eine Konversation mit anderen Müttern, die sie nicht mehr schlafen ließ. Während Heather Mitchell voller Stolz auf die sportliche Wahl ihrer Tochter blickte und feststellte, dass sie aufgrund ihrer Athletik beim Softball genau richtig sei, mokierte eine andere Mutter, dass dies nicht der passende Sport für Paislee sei. "Eine der Mütter sagte mir, dass sie (gemeint ist Paislee, Anm. d. Red.) nicht athletisch, sondern ein Girly-Girl sei", berichtete Mitchell gegenüber "Bored Panda". 

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©Gala

Heather Mitchell: Schlaflose Nacht bringt Kreativität

Eine Aussage, die die Fotografin betroffen machte und zum Nachdenken anregte. Nach eigenen Angaben habe sie die ganze Nacht keine Ruhe gefunden und über die Frage, warum Paislee nicht beides – sportlich und ein 'typisches Mädchen' – sein könnte, gegrübelt. Zufriedenheit fand sie erst als sie einsah, dass sich Paislee überhaupt nicht entscheiden muss. Im Gegenteil: Ihre Tochter kann und darf alles sein, was sie eben möchte. Auch sie selbst habe diese Freiheit genossen, so Heather weiter:  "Ich habe jede Sportart gespielt, die meine Schule angeboten hat, und trug bei jedem Spiel Lippenstift." 

Prinzessin und Basketballerin? Das schließt sich nicht aus!

Diese Erkenntnis wollte sie festhalten und entschied sich noch in der besagten Nacht für ein Fotoshooting, das diese Gedanken visualisieren sollte. Nur einen Tag später posierte Tochter Paislee im Studio vor ihrer Kamera. Auf den Bildern ist Paislee im Prinzessinnenkleid und mit Krone zu sehen. Keine ungewöhnliche Kostümierung. Für Aufsehen sorgt eher der Stilbruch, denn die Mädchen tragen eben nicht nur Kleidchen und Krönchen, sondern gleichzeitig auch Sportkleidung wie Stutzen, Stollenschuhe oder einen Basketball. Überschrieben sind die Aufnahmen mit dem kurzen Satz "Weil du alles tun kannst". 

Mitchells Shooting wird ein voller Erfolg

High Heel oder Sportschuh? Eine Entscheidung ist nicht nötig.

 Innerhalb kürzester Zeit avancierte das Shooting, Mitchell teilte die Bilder auf Facebook, zum Hit. Zahlreiche Mädchen wollen sich jetzt ebenfalls im Stil dieser Fotos ablichten lassen. Mittlerweile wurden die Bilder knapp 200.000 Mal geteilt und mit über 36.000 Kommentaren versehen. Heather Mitchell hat mit ihrer Inszenierung offensichtlich einen Nerv getroffen und beweist: Mädchen dürfen nicht nur alles sein, sie wollen es auch! 

Starke Vorbilder

Das sind die größten Powerfrauen

Könnte Emma Watson zaubern wie Hermine Granger, sähe die Welt sicherlich schon ein Stück besser - vor allem aber gerechter - aus. Erst am 5. März 2019 hat die Schauspielerin am "Gender Equality Council" in Frankreich teilgenommen und mit starken Frauen wie Nadia Murad an einem Tisch gesessen. Das Thema: die Rechte der Frauen stärken und für Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sorgen.
Bei den Golden Globes 2019 hält Glenn Close eine Rede, die ihr sowohl im Saal als auch vor den Fernsehern viel Applaus einbringt. "Wir Frauen sind Erzieher, wir haben unsere Kind und unsere Partner, wenn wir Glück haben. Aber wir müssen auch unsere persönliche Erfüllung finden. Wir müssen unsere Träume verwirklichen, wir müssen sagen 'Ich kann das' und ich denke, wir sollten das Recht haben, es dann auch zu tun“, sagt sie, als sie ihren Award entgegennimmt. Damit richtet sie sich mit einer äußerst starken Message an alle Frauen, die sich selbstverwirklichen wollen und sollen.
Schon lange bevor Amal den Hollywood-Größe George Clooney heiratet, ist sie der wahre Star der beiden. In 2000 schließt sie ihr Studium in Oxford ab, hängt einen Master in New York an und arbeitet von dort an als erfolgreiche Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin. Bei der "Pennsylvania Conference for Women" Ende 2018 tritt sie als eine der Hauptsprecherinnen auf und fordert, dass jedem gleichermaßen zugehört wird - ganz unabhängig von seinem Geschlecht.
Sara Nuru gewann 2009 die vierte Staffel von "Germany's Next Topmodel", doch mittlerweile ist sie so viel mehr: Mit ihrem Unternehmen "nuruCoffee" verkauft sie fair gehandelten Kaffee aus Äthiopien und unterstütz so Hilfsprojekte und vor allem Frauen in ihrer Heimat, sie ist Botschafterin der deutschen NGO "Menschen für Menschen" und nutzt ihre Bekanntheit, um sich für einen bewussteren Umgang mit der Umwelt stark zu machen. 

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Verwendete Quellen: Facebook, boredpanda.com

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