VG-Wort Pixel

Familiendrama Drei Brüder kämpfen gegen den Krebs, der ihre Mutter ein Auge kostete


Diese Familiengeschichte geht ans Herz: Eine junge Mutter verlor als Säugling aufgrund eines seltenen Tumors ihr linkes Auge. Jetzt kämpfen ihre drei Söhne gegen die gleiche Krankheit.

Zu erfahren, dass das eigene Kind schwer krank ist, ist unvorstellbar schmerzhaft. Die Hoffnung auf ein gesundes Kind: kräftezehrend. Das Gefühl, wenn trotzdem alle drei Kinder lebensbedrohlich erkrankt sind: Nicht in Worte zu fassen. Genau das müssen Aaron und Angie Rush aus Marietta, der größten Stadt im US-Bundesstaat Georgia, gerade erfahren.

Drei Brüder gegen den Krebs

Bei ihren drei Söhnen wurde nämlich ein seltener Augenkrebs diagnostiziert – der, unter dem auch ihre Mutter als Kind gelitten hatte. Der fünfjährige Tristan, der dreijährige Caison und der sechs Monate alte Carter leiden alle unter einem Retinoblastom, einem bösartigen Tumor in der Netzhaut des Auges. 

Seit dieser schrecklichen Diagnose lebt die Familie in einem "Schatten der Ungewissheit": Die Eltern wissen nicht, wie lange ihre Söhne in Behandlung sein werden und wie sie die hohen Arztrechnungen bezahlen sollen. Und ob ihren Kindern auch ein Auge entfernt werden muss – so wie ihrer Mutter. Denn auch bei Angie Rush wurde damals ein Retinoblastom diagnostiziert. Sie verlor ihr linkes Auge im Alter von nur sechs Wochen. 

Angie Rush: "Ich fühle mich sehr schuldig"

Dass die seltene Krebsform genetisch weitergegeben werden kann, wussten Aaron und Angie Rush. Die Ärzte hatten das Paar gewarnt, dass eine fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit bestehe, dass ihre Kinder die Krankheit auch entwickeln könnten. Heute macht sich Angie Rush für das Leiden ihrer Kinder verantwortlich. "Ich fühle mich sehr schuldig, weil ich wusste, dass ich das an sie weitergeben könnte", so Rush. Aber: "Sie sind klug und freundlich. Es ist definitiv eine Freude, sie zu haben."

Finanzielle Sorgen

Zu dem emotionalen Stress belasten nun auch finanzielle Sorgen die Familie. Jeden Monat müssen Aaron und Angie Rush mehrmals mit ihren kranken Kindern die Klinik in Atlanta besuchen, Tristan, Caison und Carter werden dort mit Chemo- und Lasertherapien behandelt. Um Geld für die Arztrechnungen zu sparen, musste die Familie erst kürzlich ihr Haus verkaufen und bei Angies Eltern einziehen. Um mehr Spenden für Forscher, die sich mit Kinderkrebs beschäftigen, zu sammeln, hat das Ehepaar Mitte Januar eine "GoFundMe"-Kampagne ins Leben gerufen. "Mehr Geld würde zu weniger Nebenwirkungen und möglicherweise weniger Zeit im Krankenhaus führen", so die besorgte Mutter. Ihr Wunsch: "Einfach eine wirksamere Behandlung, damit sie gesund werden können."

Verwendete Quellen:Daily Mail, GoFundMe

aen Gala

Mehr zum Thema