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Facebook Warum das Bild einer Working-Mum zum Nachdenken anregt

"Working Mums" sind insbesondere eins: multifunktionsfähig 
"Working Mums" sind insbesondere eins: multifunktionsfähig 
© Shutterstock
Auf den ersten Blick sieht es wie ein ganz normales Foto aus. Doch wenn man weiß, wo sich die junge Frau mit ihrem Säugling gerade befindet, ändert sich die Situation komplett

Für Mütter sind die ersten Wochen mit ihrem Säugling besonders aufregend. Der Alltagsablauf mit Stillen, Windel wechseln und in den Schlaf wippen muss sich häufig erst noch einpendeln. Das eigene Wohl wird hinten angestellt und es richtet sich vorerst alles nach dem Baby. Für viele Mütter ist es daher unvorstellbar, direkt nach der Geburt ihres Sprösslings wieder in den Arbeitsalltag zurück zu kehren.

In Deutschland ist eine dreijährige Elternzeit möglich

Und das müssen sie glücklicherweise auch nicht: In Deutschland gibt es eine verpflichtende Elternzeit von acht Wochen - vorausgesetzt man ist Arbeitnehmer. Zusätzlich steht es einem zu, maximal eine dreijährige Elternzeit pro Kind und Elternteil während der ersten drei Lebensjahre des Kindes zu nehmen. Liegt die vom Arbeitnehmer beantragte Elternzeit innerhalb dieses Zeitraums, darf sie laut "Elterngeld.com" vom Arbeitgeber nicht abgelehnt werden.

US-Mütter haben selten Recht auf bezahlten oder unbezahlten Kindsurlaub

In den USA sieht die Rechtslage leider etwas anders aus. Hier gibt es kein gesetzliches Recht auf bezahlten Mutterschutz und Elternzeit. Viele Frauen empfinden das als ungerecht, aber machen das Beste aus ihrer Situation. Wie das aussieht, zeigt Melody Blackwell aus Brentwood, USA. Denn beim genaueren Hinsehen fällt auf: Die Frau sitzt nicht am heimischen Schreibtisch zusammen mit ihrem Säugling Nora-Jo, sondern an ihrem Arbeitsplatz in einer Chiropraktik-Praxis. 

Vier Tage Homeoffice, einen Tag Praxis - mit Kind

Ganz professionell nimmt sie Anrufe der Praxis entgegen und vereinbart Termine. Und das alles im Beisein ihrer kleinen Tochter. Denn Melody muss zwar nach drei Monaten Elternzeit wieder arbeiten gehen, hat mit ihrer Chefin jedoch eine spezielle Arbeitszeit ausmachen dürfen: An vier Tagen die Woche darf die Mutter von zuhause aus arbeiten, an dem anderen Tag muss sie zwar auf der Arbeit erscheinen, darf Töchterchen Nora-Jo jedoch mitbringen. "Ich war überrascht, als meine Chefin sagte, dass es eine Möglichkeit sei" erklärt Melody gegenüber Yahoo News 7. "Ich wusste nicht, dass so etwas geht." 

Für die Mutter wäre es keine Option gewesen, das Kind mit drei Monaten in die Kita zu geben. Zum Glück darf sie die Kleine mit zur Arbeit nehmen und beweist auf dem Bild, wie multitaskingfähig solche "Working-Mums "in den USA doch sein können. 

Verwendete Quellen:Facebook, Yahoo News 7, Tag24, Elterngeld

jku Gala

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