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Polizei muss helfen Erzieherinnen vergessen Kind in Kita

Die Erzieherinnen übersahen den Jungen bei ihrem letzten Rundgang durch die Kita (Symbolbild)
Die Erzieherinnen übersahen den Jungen bei ihrem letzten Rundgang durch die Kita (Symbolbild)
© Shutterstock
Einen etwas längeren Schreckmoment haben zwei Erzieherinnen in Niedersachsen erleben müssen. Nach Feierabend haben sie ein 18 Monate altes Kind in der Kita vergessen.

Der kleine Junge hatte sich zum Schlafen in den entsprechenden Raum zurückgezogen, wo er den Feierabend einfach verschlief. Den Erzieherinnen fiel das 18 Monate alte Kind nicht auf, sie machten Feierabend und schlossen ihn in der Kita ein.

Erzieherinnen bemerken Jungen nicht

Der Vorfall hatte sich vor rund zwei Wochen in einer Kita im niedersächsischen Garbsen ereignet, in einer Pressekonferenz der Polizei am gestrigen Dienstag (4. Februar) erklärten die Beamten, was wirklich vorgefallen war. Demnach hätten zwei Erzieherinnen das 18 Monate alte Kind beim Verlassen der Kita-Räume schlichtweg nicht bemerkt, da er im Schlafraum war. "Das Kind hat sich im Schlafraum aufgehalten und es wurde versäumt, den Raum in einem letzten Rundgang zu kontrollieren", erklärte ein Sprecher der Kita gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". 

Dummer Zufall

Nicht nur hatten die Erzieherinnen das kleine Kind beim letzten Rundgang übersehen, auch kamen die Großeltern, die den Jungen an dem Tag abholen sollten, zu spät. Die Kita schließt für gewöhnlich um 13.30 Uhr, die Großeltern waren erst um 13.51 Uhr vor Ort und standen vor verschlossener Tür. Sie riefen sofort die Mutter des Jungen an, zeitgleich ging ein Notruf bei der Polizei ein. Der Junge war nämlich in den Räumen der Kita umhergeirrt, hatte dadurch den Bewegungsmelder ausgelöst. Der so verständigte private Sicherheitsdienst alarmierte die Polizei, die sofort ausrückte, um den Jungen zu befreien.

Rund 20 Minuten dauerte es vom Alarm bis zur Befreiung des Kindes. Der Junge konnte schließlich seiner Mutter unverletzt übergeben werden. Gegen die Erzieherinnen gibt es keinerlei weiteres Vorgehen, sie seien selbst geschockt von dem Vorfall gewesen und hätten sich bei den Eltern des Jungen entschuldigt.

Verwendete Quelle: RP Online, DPA, Focus

abl Gala

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