Unglaubliche Leidensgeschichte: Erst das Herz, dann der Krebs: Lisa will noch nicht sterben

Mit ihren 23 Jahren hat Lisa Sweeding schon einen langen Leidensweg hinter sich. Aufgeben? Keine Option für die junge Patientin, die ihr Leben noch lange nicht beendet wissen möchte.

Lisa Sweeding aus Ulm

Es war ein Schnupfen im Alter von zwölf Jahren, der ihr Leben für immer verändern sollte. Ein Arzt stellte fest, dass ihr Herz unnormal vergrößert war. Es folgt eine lange Odyssee, Lisa konsultiert einen Arzt nach dem anderen mit einem erschütternden Ergebnis: Lisa braucht ein neues Herz. Im September 2008 erfolgt die Transplantation, doch darüber freuen kann sich Lisa nicht allzu lange. 

Nur der Anfang einer langen Leidensgeschichte

Schon vier Wochen nach der erfolgreichen Operation erkrankt Lisa am Norovirus. Sechs Monate lang kämpft sie dagegen an, ihr Körper wird immer schwächer. Auch diese Erkrankung übersteht Lisa. Doch im November 2009 die nächste Hiobsbotschaft: Lisas Körper zeigt Abwehrreaktionen gegen das neue Herz. Auch diesen gesundheitlichen Tiefschlag übersteht die Kämpferin. Zwei Jahre hat Lisa nun Ruhe – die Ruhe vor dem Sturm.

Erst das Herz, dann der Krebs

Verengungen in den Herzkranzgefäßen machen Lisa 2011 das Leben schwer, dennoch kann sie auch aufgrund medizinischer Unterstützung rund fünf Jahre lang mehr oder weniger beschwerdefrei leben. Bis 2016 das Schicksal wieder zuschlägt. Lisa bekommt Krebs. Dass etwas nicht stimmt, merkt sie zunächst an Schmerzen on Schultern und Beinen. Lymphknotenkrebs so die schockierende Diagnose. Die Aussichten sind nicht gut, immerhin bringt die bösartige Krebsform ein schnelles Tumorwachstum mit sich. Aber Lisa bleibt stark, kämpft und gewinnt letztlich. Sechs Monate nach der Diagnose gilt sie als krebsfrei. Doch dabei soll es nicht bleiben. 

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Fortsetzung.. Von nun an ging es mir jeden Tag etwas besser. Die Blutzuckerwerte kamen wieder in Richtung Normbereich und das spürte ich auch. Das einzige was etwas blöd war, war das ich nicht mehr Vollzeit in die Schule konnte um meine Ausbildung fortzusetzen. Ich ging nur noch zu den allerwichtigsten Fächern und den Rest lies ich aus. Es war einfach zu viel und zu stressig für mich. Trotzdem lief es eigentlich gut soweit und ich war zufrieden mit meiner Leistung. Im April hatte ich dann nochmal einen Herzkatheder, um zu schauen ob die Herzkranzgefäße, die im Dezember geöffnet wurden, offen geblieben sind. Diesmal verlief alles sehr gut und ich konnte nach 2 Tagen wieder nach Hause. Ich war soweit ganz fit und fühlte mich wohl. Am 07. Mai sollte allerdings alles wieder anders werden. Ich fühlte mich so schlapp und hatte wieder Atemnot, zwar nicht so schlimm wie im Dezember aber schon auffällig. Außerdem fühlte ich mich sehr aufgequollen, ich hatte nämlich ohne das ich mehr gegessen hatte ziemlich zugenommen. Also ging es zum Kardiologen. Der machte einen Ultraschall und stellte fest, dass ich im kompletten Oberkörper Wasser eingelagert hatte. Auch um und in der Lunge war Wasser. Das ist auf keinen Fall gut. Darum rief er sofort in München an und meinte ich solle dort hinfahren. Also tat ich das auch. Vier Stunden später in München angekommen, wurde nochmals Ultraschall gemacht. Die Ärzte meinten, dass das Wasser unbedingt wieder raus muss. Die Wassereinlagerungen kamen von meinem geschwächten Herzen. Das Herz kann und konnte diese ganzen Wassermengen nicht verarbeiten und somit hat es das Wasser eingelagert. Auch durch die Herzschwäche bedingt werden die Organe nicht richtig durchblutet, weshalb die Niere auch nicht richtig arbeiten konnte. Okay. Es gab keine andere Möglichkeit als herzunterstützende Medikamente via Infusion zu geben, um meinem Herzen einen Push zu geben und behilflich bei der Ausscheidung zu sein. Gleichzeitig bekam ich auch Diuretika, die auch beim Ausschwämmen helfen sollten. Fortsetzung folgt.. Danke fürs Lesen! 😊🙏🏼 Ich werde weiter berichten bis ich zum Jetzt ankomme, um dann fortzufahren.

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Ärzte geben Lisa auf

Erneute Atemnot macht Lisa nur wenig später zu schaffen, die Ärzte wollen ihr ein Herzunterstützungssystem einsetzen. Dabei finden sie allerdings wieder Krebs. In ihrer rechten Brust. Eine Behandlung sei nicht mehr möglich, so die ernüchternde Aussage der Ärzte: "Wir können Dir nicht helfen, den Krebs zu heilen, da Dein Herz und Deine Niere zu geschwächt sind und dies nicht verkraften würden." Einzige Möglichkeit sei es, mittels Bestrahlung den Krebs einzudämmen und Lisas letzte Monate so angenehm wie möglich zu machen. Doch da haben die Ärzte die Rechnung oder die lebenshungrige Lisa gemacht.

Kämpferin packt der Lebenswille 

UPDATE: Gerade bin ich in Berlin im Deutschen Herzzentrum. Die Behandlungen haben schon angefangen und ich hoffe sie...

Gepostet von Lisa Sweeding am Dienstag, 23. Juli 2019

Via Facebook und Instagram teilt sie ihre Leidensgeschichte mit tausenden Followern. Ihre Message: "Ich bin noch viel zu jung um zu sterben und habe es auch beim besten Willen nicht vor." Mit Konzertbesuchen und Ausflügen schafft die hübsche Rothaarige es, sich von ihrer traurigen Krankheitsgeschichte abzulenken. Dennoch hat sie einen klaren Willen: Sie möchte leben. Und dafür braucht sie ihre Follower. "Ich brauche eure Hilfe", schreibt Lisa. Die Ulmerin erhofft sich Tipps für gute Ärzte, Kliniken, mit denen ihre Follower selber schon gute Erfahrungen gemacht haben, mögliche alternative Methoden, um den Körper bei der Selbstheilung zu unterstützen, und Ideen, um sich positive Gedanken zu erhalten.

Über 110.000 mal wurde Lisas Post mittlerweile geteilt, knapp 10.000 Kommentare gibt es. Darunter viele Tipps für Kliniken, Behandlungsmethoden und Co. auch Hoffnung und liebe Worte schenken die Follower ihr. Eine tapfere Kämpferin, der man nur das Beste wünschen kann.

Verwendete Quelle: Facebook

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