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Erhöhung der Tabaksteuer Kosten Zigaretten bald 20 Euro pro Packung?

Scholz möchte Zigaretten deutlich teurer machen
Scholz möchte Zigaretten deutlich teurer machen
© Shutterstock
Rauchen ist schon längst Luxus geworden – und es könnte bald noch schlimmer werden. Politiker planen einen drastischen Preisanstieg, so könnte eine Packung bald schon 20 Euro kosten.

In anderen Ländern ist es keine Seltenheit, dass man für ein Päckchen Zigaretten weit über 10 Euro bezahlen muss. In Deutschland kommen wir mit knapp 7 Euro für 22 Zigaretten noch relativ günstig weg. Doch das könnte sich schon bald ändern.

Scholz fordert Erhöhung der Tabaksteuer

SPD-Politiker Olaf Scholz ist Vorreiter in Sachen Erhöhung der Tabaksteuer. Seinen Plan hatte er beim Koalitionsgipfel im Kanzleramt vorgestellt. Ab 2020 sollen demnach Zigaretten in fünf Stufen preislich angehoben werden, so berichtet der "Spiegel". Mit den hunderten Millionen, die der Bund dann mehr zur Verfügung hätte, möchte der Politiker das Loch in seinem Haushaltsplan stopfen. 

Vorbild Niederlande?

In unserem Nachbarland, den Niederlanden, trifft Olaf Scholz auf Gleichgesinnte. Hier ist es der konservative Politiker Paul Blokhuis von der Christenunuion, der die Tabaksteuer drastisch erhöhen möchte. "Wenn es nach mir geht, kann der Preis für eine Packung Zigaretten auf 20 Euro steigen", sagte der Gesundheitssekretär gegenüber der Zeitung "Trouw". Er ist für seinen entschlossenen Kampf gegen das Rauchen bekannt. Seine Begründung für die Forderung nach teureren Zigaretten: In den Niederlanden würden jährlich tausende Menschen an den Folgen des Rauchens sterben. 

Raucher können "aufatmen"

Die Pläne von Olaf Scholz, die Tabaksteuer drastisch zu erhöhen, bleiben vorerst genau das, was sie aktuell sind: Pläne. Denn wie das Kanzleramt mitteilt, haben jene aktuell keine Priorität für die Regierung. "Die Tabaksteuer findet sich nicht im Koalitionsvertrag. Aber wenn es dazu Gesprächsbedarf in der Koalition gibt, wird die Koalition natürlich darüber reden", erklärte Martina Fietz, stellvertretende Regierungssprecherin. Zunächst wolle man an der Reform der Grundsteuer und die teilweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags arbeiten.

Verwendete Quelle: news.de, Spiegel

abl Gala

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