Ekel-News aus dem Netz: Ansteckung durch HIV-Bananen?

Seit geraumer Zeit kursiert im Netz das Gerücht, dass HIV-infizierte Bananen im Umlauf seien. GALA ist dem auf den Grund gegangen.

Bananen sollen mit HIV infiziert worden sein.

AIDS aus Bananen?

Die Meldung erscheint einem ungeheuerlich: Unbekannte sollen HIV-positives Blut in Bananen in Supermärkten injiziert haben, um möglichst viele Menschen mit dem Erreger anzustecken. Als wäre diese Horror-Meldung nicht schon genug, geben gleich mehrere Personen im Internet an, dass es schon Fälle von infizierten Menschen nach dem Genuss einer solchen Banane gegeben habe.

Deswegen solle man nah dem Einkauf ganz besonders darauf achten, dass man keine infizierte Banane isst. In verschiedenen Bildern werden Bananen gezeigt, deren Fruchtfleisch deutliche rote Spuren wie nach einer Injektion aufweisen.

Wissenschaftliche erwiesen

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©Gala

Was ist dran an der Horror-Meldung?

Doch was ist an dieser Ekel-Warnung dran? Muss man jetzt tatsächlich auf der Hut sein, um sich nicht beim Essen einer Banane mit dem HI-Virus anzustecken? Immerhin hat auch die Bundespolizei Brasiliens schon vor manipulierten Bananen gewarnt. Dann muss doch was dran sein?

Alles Quatsch, sagen Experten. Bei der rötlichen Färbung handle es sich um eine Mangelerscheinung namens "Dry rot". Die Banane sei an der Pflanze unzureichend mit Nährstoffen versorgt worden. Die rötlich-bräunliche Verfärbung liegt an dem ausgetrockneten Fruchtfleisch. Gut könne man die Banane auch an ihrer ungewöhnlich schmalen Form erkennen.

Außerdem sei, Experten des Robert-Koch-Instituts zufolge, der HI-Virus außerhalb des menschlichen Körpers nur wenige Tage ansteckend und verlöre seine Infektionsgefahr spätestens dann, wenn es angetrocknet ist. Selbst wenn es sich um HIV-positives Blut handle, sei eine Ansteckung äußerst unwahrwscheinlich, da gar keine geeignete Eintrittspforte bestünde.

Warum solle man außerdem Blut ausgerechnet in Bananen spritzen und nicht etwa in rote Früchte wie Erdbeeren oder Granatäpfel, wo das Blut weniger auffiele?

Was steckt dahinter?

Was steckt dann hinter der Horror-Meldung? In Wahrheit steckt dahinter eine üble Masche: Will sich der Leser weiter über die Ansteckungsgefahr informieren und klickt auf den Link, gerät er auf fiese Sex-Abo-Fallen, die dem Besucher das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Also: Seien Sie vorsichtig bei solchen dubiosen Schreckensnachrichten und essen Sie auf den Schock erst einmal unbesorgt eine Banane!

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