Kampf ums Geld: Edeka schmeißt Nestlé-Produkte aus dem Sortiment

Bei Edeka wird es in nächster Zeit keine Wagner-Pizzen, Maggi-Produkte und Thomy Mayonnaise geben. Grund dafür ist ein Streit zwischen den zwei Konzernen

Edeka boykottiert Nestlé.

Wer seinen Wocheneinkauf bei Edeka erledigen will, dem wird auffallen, dass viele Produkte aus den Regalen verschwunden sind. Genauer gesagt sind es ausschließlich Produkte des Lebensmittelkonzerns Nestlé. Denn Edeka bestellt bis auf weiteres keine Nestlé-Produkte mehr nach und verkaufte die Restbestände zu Spottpreisen.

Druck für Nestlé

Der Grund: Es geht ums Geld. Denn mit dieser Maßnahme wollen nicht nur Edeka, sondern auch andere Unternehmen, die zum Händlerbündnis Agrecore gehören, bessere Konditionen beim Einkauf von Nestlé-Produkten erzwingen. Auch Intermarché und Coop Schweiz haben Produkte des Konzerns aus dem Sortiment genommen. Das geht aus einem Bericht der "Lebensmittelzeitung" hervor.

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©Gala

Einige Produkte, die noch in den Regalen stehen, werden zu günstigen Preisen verramscht. Offenbar soll es für die verbannten Nestlé-Produkte aber zu mindestens Alternativen aus dem eigenen Sortiment in den Edeka-Märkten geben. Zu den Marken des Konzerns Nestlé gehören neben Wagner und Thomy auch After Eight®, Bübchen, Felix, KitKat und Vittel. Laut der "Lebensmittelzeitung" sollten insgesamt 160 Produkte aus dem Sortiment genommen worden sein.

Kampf der Giganten

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass zeitweise Produkte gewisser Hersteller aus den Supermärkten verschwinden. Lidl verbannte 2014 zum Beispiel Coca Cola aus dem Sortiment und REWE boykottierte 2015 die Produkte von Dr. Oetker, Müller Milch und Nestlé. Erst im vergangenen Jahr hat Edeka Mars-Riegel aus seinen Regalen gestrichen. Auch hier ging es - wie so oft - ums Geld. 

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