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Edeka Nazi-Codes in Werbespot sorgen für Aufsehen

Edeka #Zeitschenken
Edeka #Zeitschenken
© youtube.com/edeka
Es sollte ein viraler Hit werden, doch ging nun voll nach hinten los. Der neueste Werbespot von Edeka mit dem Titel #Zeitschenken sorgt für große Aufregung

Wie im letzten Jahr sollte der aktuelle Werbespot von Edeka zu einem viralen Hit werden. Dabei setzte die Supermarktkette wieder alles auf die emotionale Schiene: Mit dem Thema #Zeitschenken sollte der Fokus auf die Bedeutung von gemeinsamer Zeit mit Familie und Freunden als schönstes Geschenk gelegt werden.

Autokennzeichen sorgen für Aufsehen

Dass nun genau dieser Werbespot für großes Aufsehen sorgt, war so nicht geplant.

Es sind kleine Details, die den Betrachtern offenbar ins Auge gefallen sind und jetzt schon große Empörung hervorrufen: Die Autokennzeichen der eingesetzten Fahrzeuge sollen versteckte Nazi-Symbole enthalten.

Der Volvo im Werbespot trägt so beispielsweise das Kennzeichen "MU-SS 420" und ein weiteres Auto das Kennzeichen "SO-LL 3849"

Edeka #Zeitschenken
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© youtube.com/edeka

"SS"-Kennzeichen in Deutschland verboten

Während das Kennzeichen "MU-SS 420" im Kontext zunächst als logisch erscheinen mag, da es den Songtext des Werbespots "Muss noch dies, muss noch das..." wiedergibt, erscheint doch ein deutlicher Zusammenhang zu einer Nazi-Symbolik erkennbar zu sein.

Im Interview mit dem Manager-Magazin spricht die Extremismus-Expertin Sabine Bamberger-Stemmann über den Werbespot des Supermarkt-Giganten.

„Die Buchstaben SS sind gerade wegen der Anlehnung an die NS-Zeit in Deutschland im Autokennzeichen verboten. Da das verboten ist, ist es nicht vertretbar, das in einem Werbespot zu nutzen, auch wenn es sich um ein fiktives Kennzeichen handelt.“ erklärt sie.

Ebenso würde die "420" als gängige Zahl für den 20.4. gelten und somit das Geburtsdatum von Adolf Hitler darstellen. Auch bei den Zahlen "84" handelt es sich um einen versteckten Code für "Heil Deutschland" (H als achter und D als vierter Buchstabe im Alphabet).

Edeka #Zeitschenken
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© youtube.com/edeka

Reaktionen im Netz

Eine Stellungnahme von der Agentur "Jung von Matt" gibt es bislang nicht. Edeka reagierte jedoch sofort mit einer Entschuldigung. Es handele sich bei den ausgewählten Kennzeichen tatsächlich nur um Fantasiekennzeichen, die den Songtext des Werbespots betonen sollten - ein absichtliches Einbringen von Nazi-Symbolik sei keinesfalls gewollt gewesen.

Die Diskussionen im Netz wird der Supermarkt-Gigant jedoch nicht mehr stoppen können. Unter den Hashtags #Edeka, #Zeitschenken sind zahlreiche aufgeregte Kommentare zu finden, die sich alle einig sind: Edeka ist zu weit gegangen.

mge

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