An Dreistigkeit kaum zu überbieten: Britin täuscht Krebs vor, um Luxushochzeit zu finanzieren

Dreist, dreister, Carla Louise Evans. Die Britin hat vorgetäuscht, unheilbar an Krebs erkrankt zu sein - um sich von einer Wunschagentur ihre persönliche Traumhochzeit finanzieren zu lassen.

Carla Louise Evans ließ sich ihre Traumhochzeit finanzieren

Nur 500 Pfund musste Carla Louise Evans für ihre Traumhochzeit bezahlen, die restlichen 15.000 Pfund (umgerechnet etwa 17.000 Euro) kamen von der Organisation "Wishing For A Wedding", so berichtet unter anderem "Mirror". Für ihren großen Tag hatte Carla nämlich ganz genaue Vorstellungen. Diese lagen preislich aber deutlich über ihrem Budget. Wie praktisch, dass "Wishing for a Wedding" schwerkranken Patienten ihre Traumhochzeit ermöglicht. Das dachte sich auch die dreiste Betrügerin, die kurzerhand eine seltene Form von Krebs sowie eine weitere schwere Erkrankung erfand.

Grenzenlose Dreistigkeit

Die "Wishing for A Wedding"-Organisation mit Sitz in Manchester finanziert jährlich fünf bis zehn Menschen mit unheilbarer Krankheit ihre ganz persönliche Traumhochzeit. Davon hatte auch Carla Louise Evans Wind bekommen. Dumm nur, dass sie gar nicht schwer erkrankt war. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Und so ließ sich die Britin kurzerhand eine schwere Erkrankung einfallen. Sie fälschte die Unterschrift eines Urologen und sahnte so umgerechnet 17.000 Euro ab.  

Lügen haben kurze Beine

Womit Carla nicht gerechnet hatte: Die Organisation führt stichprobenartig Kontrollen durch. Dabei kam Carlas betrügerische Vorgehensweise ans Licht. Die Verantwortlichen der Organisation fragten im Royal Gwent Hospital in Newport, wo Carla angeblich behandelt wurde, nach. Selbstredend kannte niemand eine Carla Louise Evans. Die 29-Jährige hatte ihre Krebs- sowie Lebererkrankung schlechtweg erfunden. Dafür wird sie jetzt zur Rechenschaft gezogen.

"Evans hat sich an die Wohltätigkeitsorganisation gewandt und behauptet, sie habe Krebs und Leberversagen. Tatsächlich hatte sie keine dieser beiden Erkrankungen. Sie fälschte auf dem Antragsformular der Wohltätigkeitsorganisation die Unterschrift des beratenden Urologen, Dr. Adam Carter, woraufhin zugestimmt wurde, 15.000 Pfund für die Hochzeit zu zahlen", erklärt Staatsanwalt Andrew Gwynne.

Carla wird zur Rechenschaft gezogen

Aufgrund der Schwere des Betrugs drohen Carla jetzt zwischen sechs Monaten und drei Jahren Haft. Bis dahin ist sie auf Kaution frei. Wie sie ihren Kindern irgendwann einmal erklären möchte, warum sie ins Gefängnis muss, bleibt abzuwarten. Auch die Halbwertszeit ihrer Ehe dürfte nicht allzu lang sein, immerhin hat sie mit einer dreisten Lüge begonnen.

Verwendete Quelle: Mirror


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