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Drama in Nürnberg Wegen verlorener Mütze: Vater bringt Kind in Lebensgefahr

In einem Nürnberger Bahnhof wäre es fast zum Drama gekommen (Symbolbild)
In einem Nürnberger Bahnhof wäre es fast zum Drama gekommen (Symbolbild)
© Shutterstock
Ein unfassbares Drama hat ein Vater in Nürnberg riskiert. Er hielt seinen Sohn in das Gleisbett einer U-Bahn, damit der Vierjährige seine zuvor heruntergefallene Mütze aufheben kann.

Dass einem als Elternteil das Wohl des eigenen Kindes über alles gehen sollte, das hatte der Vater eines Vierjährigen aus dem Raum Nürnberg am gestrigen Dienstag (13. August) offenbar kurzerhand vergessen. Der Grund: die Mütze des Kleinen, die ins Gleisbett einer U-Bahn gefallen war.

Vater riskiert Gesundheit seines Kindes

Beim Aussteigen aus der U-Bahn hatte der kleine Mann seine Mütze offenbar verloren. Sie fiel von seinem Kopf direkt ins Gleisbett. Sie einfach liegen lassen und eine neue kaufen, das war für den 28-jährigen Vater offenbar keine Option. Er packte seinen Sohn an den Füßen und hielt ihn so ins Gleisbett, dass der Kleine seine Mütze eigenhändig herausfischen konnte. In welche Gefahr er seinen Sprössling damit brachte, darüber hatte sich der Vater anscheinend null Gedanken gemacht. 

Junge hätte sterben können

Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn in dem Moment ein Zug in den Bahnhof eingefahren wäre. Dann hätte durchaus Lebensgefahr für den Jungen bestanden. Doch noch eine andere Gefahr lauerte im Gleisbett: die Schienen, die mit Strom betrieben werden. Hätte der Kleine eine solche berührt, hätte der Vorfall ebenfalls tödlich ausgehen können. "Er war der stromführenden Schiene gefährlich nahe", bestätigt ein Sprecher der Polizei gegenüber "DPA". 

Spontanaktion hat Konsequenzen

Zwar hatten der Vater und sein kleiner Sohn noch einmal Glück und sind mit dem Schrecken davon gekommen, dennoch wird die Aktion Konsequenzen für den Mann haben. Für seine "unverantwortlich und höchst gefährliche" Handlungsweise erwartet ihn jetzt eine Anzeige. Und auch das Jugendamt dürfte durchaus daran interessiert sein.

Verwendete Quelle: RP Online/DPA

abl Gala

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