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Neue Studie Forscher warnen: Binge Watching ist nicht gut fürs Gehirn

Binge Watching ist nicht unbedingt gut für uns (Symbolbild)
Binge Watching ist nicht unbedingt gut für uns (Symbolbild)
© Shutterstock
Stundenlanges "Binge Watching" – wer kennt es nicht? Aber Vorsicht! Neueste Studien bestätigen, dass Serienmarathons Auswirkungen auf unser Gehirn haben können und eigentlich sogar unsinnig sind.

"Nur noch eine Folge" – wer hat sich nicht schon spätnachts vor dem TV-Gerät wiedergefunden, weil aus besagter "einer" Folge eben doch zwei, drei oder gar noch mehr wurden? Streamingdienste haben eine ganz neue Form des Serien-Guckens etabliert, das sogenannte "Binge Watching". Dabei ist das stundenlange Gucken einer Serie gar nicht unbedingt gut für unser Gehirn. Das haben neueste Forschungen jetzt erwiesen.

"Binge Watching" tut nichts für uns

So sehr einem manchmal der Sinn nach einem Serienmarathon steht, für unser Gehirn ist es nicht unbedingt gut, eine Folge nach der anderen zu schauen. Denn: Es ist nicht förderlich für unser Schlafverhalten und kann sogar die Gehirnleistung beeinträchtigen. Forscher der University of Melbourne haben die Auswirkungen von "Binge Watching" untersucht. Dabei haben einige Probanden eine Serie quasi am Stück geguckt, andere wiederum schauten eine Folge pro Woche. Mit dem Ergebnis, dass sich die "Binge Watcher" zwar in den ersten 24 Stunden nach dem Schauen besser an die letzte Folge erinnern konnten, nach 140 Tagen war die Erinnerungsfähigkeiten allerdings bei den wöchentlichen Zuschauer deutlich besser. Konsumiert man also viel, vergisst man auch deutlich schneller.

Zu viel ist schädlich

Das liegt laut Edgar Erdfelder, dem Leiter des Lehrstuhls für kognitive Psychologie an der Universität Mannheim, daran, dass das Gehirn irgendwann nicht mehr aufnahmefähig ist. Ähnlich wie in Schulzeiten, als man sich in den letzten Minuten vor der Klausur noch Massen an Wissen einprägen wollte – wirklich viel hängen bleibt dabei nicht. Zumindest nicht dauerhaft. 

Gehirn muss nicht mehr arbeiten

Zudem gibt es beim "Binge Watching" den sogenannten Abrufeffekt nicht. Während man beim wöchentlichen Schauen immer neu und aktiv darüber nachdenken muss, was in der letzten Folge passiert ist, muss man das beim Serienmarathon nicht tun, da man es unmittelbar vorher gesehen hat. Das Gehirn wird beim "Binge Watching" also deutlich weniger beansprucht und somit nicht gefördert.

Verwendete Quelle: heute.at

abl Gala

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