Bargeld Adé?!: Darum gibt es immer weniger Geldautomaten in Deutschland

Immer mehr Deutsche zahlen mit ihrer EC-Karte oder sogar mit ihrem Handy. Nun geht auch die Zahl der Geldautomaten zurück

Geldautomat / Symbolbild

Vor 50 Jahren begann der Siegeszug des Geldautomaten - heute ist die Bargeldzahlung in Deutschland immer noch so beliebt, wie in kaum einem anderen europäischen Land. Durchschnittlich trägt jeder von uns ca. 103 Euro an Bargeld mit sich rum, wohingegen der Mittelwert in der Eurozone bei 64 Euro liegt.

Abbau statt Zuwachs in Deutschland

Die Zahl an Geldautomaten in Deutschland ist trotzdem rückläufig. Zählte man 2015 noch 61100 Maschinen, so schrumpfte die Zahl 2017 auf 58400. 

Das hat allerdings nicht nur damit zu tun, dass weitere Zahlmethoden, wie das Bezahlen per Handy, eingeführt wurden. Ein weiterer Grund für den Abbau der Geldautomaten sind die Kosten. Das Betreiben so einer Maschine koste pro Jahr zwischen 20.000 und 25.000 Euro. "Das muss auch erstmal verdient werden. Dauerhaft ist Zuschießen kein Geschäftsmodell", meint Jürgen Gros, Chef des Bayerischen Genossenschaftsverbands.

Des Weiteren treiben auch kriminelle Angriffe auf Automaten die Kosten in die Höhe. 

Geld abheben geht auch ohne Automat

Die Deutschen müssen allerdings nicht auf ihr Bargeld verzichten. Immer mehr Geschäften bieten an, Geld auch an den Kassen abheben zu können. Experten glauben außerdem, dass das Handy immer wichtiger wird. Bezahlen per App ist bereits in China und in skandinavischen Ländern Gang und Gebe und könnte auch in Deutschland populärer werden.

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