Zusammenhalt in der Krise: Coronavirus macht 4-jährige Zwillinge zu Waisen: Dorf sammelt halbe Million Euro

Tamar Perez-Levi stirbt am Coronavirus. Ihre vierjährigen Zwillinge werden dadurch zu Vollwaisen. Doch das Dorf, in dem sie leben, lässt sie nicht im Stich.

Tamar Perez-Levi verstirbt am Coronavirus, ihre Kinder sind nun Vollwaisen (Symbolbild)

Es sind Geschichten wie diese, die in der Coronakrise besonders ans Herz gehen. Denn sie zeugen von dramatischen und unfassbaren traurigen Schicksalen, sind aber gleichzeitig ein Zeichen von Mitmenschlichkeit und Herzensgüte.

49-Jährige stirbt an Corona

Tamar Perez-Levi ist am vergangenen Dienstag (31. März) mit 49 Jahre am Coronavirus gestorben. Sie ist das jüngste Opfer der Corona-Pandemie in Israel. Der Tod der Frau macht ihre beiden vierjährigen Zwillinge zu Vollwaisen, denn der Vater der Kinder war nur sieben Monate nach der Geburt an einem Herzinfarkt verstorben. Das dramatische Schicksal der beiden ließ auch Jair Revivo, den Bürgermeiste der Stadt, in der die Familie lebt, nicht kalt. Er zögerte nicht lange und rief eine Spendenaktion ins Leben, um der Familie zu helfen.  

Es ist eine furchtbare Tragödie. Aber auch eine Geschichte von Mitmenschlichkeit und Beistand, den Tausende in der Krise zu geben bereit sind.

Gepostet von Bild am Mittwoch, 1. April 2020

Bürgermeister organisiert Spendenaktion 

"Wir haben die moralische Pflicht, uns soweit wie möglich um sie zu kümmern", sagt Revivo gegenüber lokalen Medien. Er organisiert die Spendenaktion im Internet, möchte 460.000 Euro für die Zwillinge sammeln. Die Summe war binnen 24 Stunden gesammelt. Auch für Revivo keine Selbstverständlichkeit: "Es ist bewegend, wie stark die Öffentlichkeit bereit ist, die Waisen zu unterstützen, die Vater und Mutter verloren haben." Mit dem Geld soll die Zukunft der Zwillinge gesichert werden. Das gesammelte Geld soll zu diesem Zweck zunächst in eine Stiftung fließen. Auch Jamit Perez, Schwägerin der Verstorbene, ist zutiefst berührt über die Großherzigkeit der Menschen in ihrem Dorf: "Ich danke von ganzem Herzen im Namen aller für die Spenden. Das ist nicht selbstverständlich."

Verwendete Quelle: RTL

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