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Drama in China Coronavirus: Vater muss in Quarantäne – Teenager-Sohn stirbt

Forscher arbeiten mit Hochdruck an der Bekämpfung des Coronavirus
Forscher arbeiten mit Hochdruck an der Bekämpfung des Coronavirus
© Picture Alliance
In China ist es zu einem dramatischen Vorfall gekommen. Ein Vater musste wegen des Coronavirus in Quarantäne. Sein schwerbehinderter Teenie-Sohn blieb alleine zurück. Eine Woche später starb der Junge.

Das Coronavirus fordert immer mehr Todesopfer. In der chinesischen Provinz Hubei hat sich ein besonders tragischer Vorfall ereignet, über den verschiedene Medien unter anderem "Welt.de" berichten. Demnach musste der 17 Jahre alte Yan Cheng sterben, weil sein Vater Yan Xiaowen, der ihn versorgt, in Quarantäne genommen wurde.

Yan Cheng ist schwer behindert

Yan Cheng litt an den Folgen einer frühkindlichen Hirnschädigung, konnte weder selbstständig laufen und sprechen noch essen. Trotz seiner 17 Jahre war er nicht einmal auf dem Stand eines Kleinkindes. Seine einzige Bezugsperson: sein Vater Yan Xiaowen. Er kümmerte sich aufopferungsvoll um den Teenager. Dann musste Yan Xiaowen wegen des Coronavirus in Quarantäne, das war am 22. Januar. Sein Sohn blieb alleine zurück. Fünf Tage später wurde bei Yan Xiaowen das Virus tatsächlich nachgewiesen. Doch anstatt sich um seine Gesundheit zu sorgen, konnte Yan Xiaowen nur an seinen Sohn denken, der alleine zu Hause verblieben war. Yan Xiaowen veröffentlichte einen Hilferuf in den sozialen Netzwerken, im dem er darum bat, jemand möge nach seinem hilflosen Sohn schauen.

Hilfe kam zu spät

Der in Quarantäne befindliche Vater hatte gehofft, dass Verwandte oder Ärzte um seinen Sohn kümmern würden, doch dem war offenbar nicht so. Der britische "Guardian" berichtet, lokale Beamten hätten nach dem Teenager geschaut, auch Verwandte des Jungen hätten ihn daheim aufgesucht, trotzdem verstarb der 17-Jährige am 29. Januar. Woran er letztlich gestorben ist, ist nicht bekannt. In den sozialen Netzwerken ist die Empörung über den tragischen Vorfall in der chinesischen Provinz Hubei riesig. 

Verwendete Quelle: Guardian, Welt

abl Gala

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