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Coronavirus Das müssen Bahnreisende jetzt wissen

Die Welt ist in Aufruhr, das Coronavirus breitet sich weltweit dynamisch aus. Züge fahren aktuell trotzdem noch – auch, weil viele Menschen auf den Bahnverkehr angewiesen sind. 
Die Welt ist in Aufruhr, das Coronavirus breitet sich weltweit dynamisch aus. Züge fahren aktuell trotzdem noch – auch, weil viele Menschen auf den Bahnverkehr angewiesen sind. 
© Shutterstock
Das Coronavirus wütet über die Welt, viele Länder haben schon lange eine Ausgangssperre verhängt. In Deutschland läuft der Bahnverkehr noch – allerdings mit besonderen Regeln.

Wegen der Coronakrise befindet sich die Welt aktuell im Ausnahmezustand, Touristen werden aufgefordert, schnellstmöglich ihren Urlaubsort zu verlassen, in vielen europäischen Ländern herrscht schon jetzt eine Ausgangssperre. Trotzdem reisen täglich noch einige Menschen mit der Bahn, vor allem aus beruflichen Gründen. Was jetzt zu beachten gilt.

Coronakrise: Hohe Risikoeinschätzung für Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat die Risikoeinschätzung für die Bevölkerung in Deutschland am Dienstag (17. März) von "mäßig" auf "hoch" umgestellt, die Zahl der nachgewiesenen Coronafälle nimmt täglich zu. Ob die Ansteckungsgefahr in Zügen größer ist, wird nicht näher erläutert, aktuell läuft der Nah- und Fernverkehr laut Angaben der Bahn noch stabil. Nur im grenzüberschreitenden Bahnverkehr komme es aufgrund behördlicher Anordnungen zu Einschränkungen, lässt die Deutsche Bahn auf ihrer Website verlauten. 

So reagiert die Deutsche Bahn auf das Coronavirus

Obwohl die Deutsche Bahn den Betrieb so lange und gut wie möglich aufrechterhalten will, wie Konzernchef Richard Lutz vor wenigen Tagen erklärte, sollen auf Wunsch des Verkehrsministers Andreas Scheuer reduzierte Sonderfahrpläne erstellt werden. Neben den reduzierten Fahrplänen versucht die Deutsche Bahn mit weiteren Maßnahmen, das Coronavirus einzudämmen. Ein kleiner Überblick:

  • Zugbegleiter kontrollieren die Tickets nur noch per Sicht, außerdem gibt es keine Kinderfahrkarten
  • Zeitungen werden nicht mehr verteilt
  • In den Bordbistros werden Speisen und Getränke nur noch in Einwegverpackungen verkauft, der persönliche Service ist eingestellt
  • Der Betrieb der DB Lounges wurde eingestellt
  • Die Kinderbetreuung in Fernzügen wurde eingestellt
  • Reisende, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise verschieben möchten, können Ihre bis zum 13. März 2020 gebuchten Ticket bis zum 30.06.2020 flexibel nutzen. Die Zugbindung bei Sparpreisen und Super Sparpreisen ist aufgehoben
  • Kunden von Flixtrain, deren Züge bis auf Weiteres nicht mehr verkehren, können mit ihrem bereits erworbenen Ticket auch die Fernverkehrszüge der DB bis zum 30. April nutzen
  • Flugreisende, die im Rahmen der Rückholaktion der Bundesregierung nach Deutschland geflogen werden, können ihr Flugticket bzw. ihre Bordkarte kostenfrei bis zum Bahnhof des Zielflughafens als Fahrkarte verwenden

Das passiert bei Corona-Verdacht im Zug

Neben diesen Maßnahmen gelten in allen Zügen der Deutschen Bahn die bekannten Regeln des Robert Kochs-Instituts, vor allem das regelmäßige und gründliche Händewaschen sowie der nötige Abstand zu anderen Personen ist extrem wichtig. In einem Merkblatt heißt es weiter: "Beim Husten und Niesen, Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder Papiertaschentuch bedecken – Papiertaschentuch sofort wegwerfen und Hände waschen. Möglichst nicht ins Gesicht fassen, auf Händeschütteln verzichten. Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben, bleiben Sie zu Hause und suchen Sie telefonisch medizinische Hilfe über die örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienste oder Ihren Hausarzt." Falls sich im Zug eine Person mit Corona-Verdacht befindet, werde der betroffene Bereich gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert.

Verwendete Quellen: Robert Koch Institut, Deutsche Bahn 

aen Gala

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