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Trotz Coronakrise Österreicher wollen Rettungsflüge in die Heimat nicht nutzen

Wegen des Coronavirus sollen aktuell alle österreichischen Urlauber nach Hause gebracht werden. 
Wegen des Coronavirus sollen aktuell alle österreichischen Urlauber nach Hause gebracht werden. 
© Getty Images
Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Wegen der Coronakrise werden aktuell tausende Urlauber in ihre Heimatländer gebracht. Doch nicht jeder kann sich mit diesen wichtigen Maßnahmen anfreunden.

Wegen der Coronakrise werden aktuell Reisende auf der ganzen Welt in ihre Heimatländer zurückgebracht, die Sicherheit eines jeden hat oberste Priorität. Davon sind allerdings nicht alle begeistert.

Trotz Coronakrise: Österreichische Urlauber wollen nicht nach Hause

Wie das österreichische Außenministerium berichtet, wurden bereits 3500 Österreicher aus Corona-Krisengebieten gerettet und zurück in ihre Heimat geflogen. Andere Verbleibende sollen sich hingegen weigern, die kurzfristigen Rettungs-Flüge anzutreten. "Einige Touristen wollen ihre Trekking-Tour fortsetzen oder noch ein paar Tage am Strand verbringen und sagen dann Not-Flüge wieder ab und möchten eine Woche später zurückfliegen. Das ist höchst fahrlässig", erklärte Außenminister Alexander Schallenberg, 50, in der österreichischen Tageszeitung "Heute" am Sonntag (22. März). Besorgniserregend: Einige Österreicher sollen laut Schallenberg ihre Reise sogar jetzt noch angetreten haben.

"Ich kann nicht garantieren, dass wir alle zurückholen können"

Schon in naher Zukunft könnte es immer problematischer werden, Urlauber sicher nach Hause zu bringen. Flughäfen schließen, einige Länder haben ihren Luftraum gesperrt und auch diverse Airlines haben ihren Betrieb bereits eingestellt. "Das Außenministerium ist kein Reisebüro. Ich kann nicht garantieren, dass wir alle zurückholen können", stellt Außenminister Alexander Schallenberg nun klar. Auch "Austrian Airlines"-Vorstand Alexis von Hoensbroech, 49, kann das Verhalten der Rückreise-Verweigerer nicht nachvollziehen, schließlich tue das Personal seiner Fluggesellschaft alles, um gestrandete Österreicher nach Hause zu bringen. "Die Rückholflüge werden mit Crews durchgeführt, die sich freiwillig melden. Es verdient meine absolute Hochachtung, wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Unternehmen und das Land einsetzen und alles dafür tun, die Menschen wieder sicher heim zu bringen", so von Hoensbroech.

Verwendete Quellen: Heute

aen Gala

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