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Die Spuren der Coronaschutzkleidung Ärzte und Pfleger teilen erschütternde Fotos

Ärzt*innen und Pfleger*innen müssen während der Coronakrise eine besondere Schutzkleidung tragen.
Ärzt*innen und Pfleger*innen müssen während der Coronakrise eine besondere Schutzkleidung tragen.
© Getty Images
In der Coronakrise gelten in Krankenhäusern besondere Bedingungen, Ärzte und Pfleger müssen eine besondere Schutzkleidung tragen. Die Folgen sind erschütternd.

Das Coronavirus wütet über die Erde, die Welt ist im Ausnahmezustand. Während Restaurants, Bars und Cafés schließen mussten und alle, die können, im Homeoffice arbeiten, kämpfen unter anderem Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal tagtäglich an vorderster Front unter schwersten Bedingungen.

Coronakrise: Die extremen Folgen der Schutzkleidung

Sie versuchen mit aller Kraft, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Doch das geht nur in einer besonderen Schutzkleidung. Gesichtsmasken sind mittlerweile ein wertvolles Gut geworden. Bequem sind diese allerdings nicht, ganz um Gegenteil: Gesichtsmasken hinterlassen extreme Spuren, wie erschütternde Fotos von Medizinerinnen, Medizinern und Pflegenden auf Facebook, Twitter und Instagram zeigen.

"Ich bin und fühle mich nicht wie ein Held"

"Ich mag keine Selfies. Aber gestern habe ich dieses Bild aufgenommen. Nach 13 Stunden auf der Intensivstation, nachdem ich die Schutzausrüstung abgelegt habe", schreibt der italienische Arzt Dr. Nicola Sgarbi zu seinem Facebook-Foto, auf dem tiefe Abdrücke und Abschürfungen sein Gesicht zeichnen.

"Ich bin und fühle mich nicht wie ein Held. Ich bin ein normaler Mensch, der seine Arbeit liebt und der jetzt mehr denn je stolz darauf ist, sie zusammen mit anderen wunderbaren Menschen (Ärzte, Krankenschwestern, OSS, Techniker, Reinigungskräfte) an vorderster Front zu tun."

"Ich sehe der Gesundheitskrise ins Gesicht"

Die italienische Krankenschwester Alessia Bonari teilt auf Instagram ebenso ein Selfie, auf dem die Hämatome von der Gesichtsmaske deutlich zu erkennen sind. Außerdem gibt sie zu, große Angst zu haben: "Ich bin Krankenschwester und ich sehe der Gesundheitskrise ins Gesicht. Aber ich habe auch Angst. Angst beim Lebensmitteleinkauf, Angst, in die Arbeit zu gehen. Ich habe Angst, weil die Masken meinem Gesicht nicht passen oder wenn ich mir mit den dreckigen Handschuhen unabsichtlich ins Gesicht gefasst habe oder wenn die Brille meine Augen nicht ganz bedeckt hat und ich etwas reinbekommen haben könnte." Außerdem könne man sechs Stunden lang nichts trinken oder die Toilette besuchen, sobald man einmal in der Schutzkleidung steckt.

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Sono i un'infermiera e in questo momento mi trovo ad affrontare questa emergenza sanitaria. Ho paura anche io, ma non di andare a fare la spesa, ho paura di andare a lavoro. Ho paura perché la mascherina potrebbe non aderire bene al viso, o potrei essermi toccata accidentalmente con i guanti sporchi, o magari le lenti non mi coprono nel tutto gli occhi e qualcosa potrebbe essere passato. Sono stanca fisicamente perché i dispositivi di protezione fanno male, il camice fa sudare e una volta vestita non posso più andare in bagno o bere per sei ore. Sono stanca psicologicamente, e come me lo sono tutti i miei colleghi che da settimane si trovano nella mia stessa condizione, ma questo non ci impedirà di svolgere il nostro lavoro come abbiamo sempre fatto. Continuerò a curare e prendermi cura dei miei pazienti, perché sono fiera e innamorata del mio lavoro. Quello che chiedo a chiunque stia leggendo questo post è di non vanificare lo sforzo che stiamo facendo, di essere altruisti, di stare in casa e così proteggere chi è più fragile. Noi giovani non siamo immuni al coronavirus, anche noi ci possiamo ammalare, o peggio ancora possiamo far ammalare. Non mi posso permettere il lusso di tornarmene a casa mia in quarantena, devo andare a lavoro e fare la mia parte. Voi fate la vostra, ve lo chiedo per favore.

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Improvisierte Schutzkleidung

Der Anästhesist Dr. John Henao zeigt hingegen, wie sehr es mittlerweile an Schutzausrüstungen mangelt. Um die vorhandenen Vorräte zu schonen, intubiert er seine Patienten mit einem Plastiksack über der Schutzbrille und Chirurgenmaske. "Er geht, wie die meisten von uns, derzeit davon aus, dass die meisten Menschen Covid19-positiv und asymptomatisch sind, aber um unsere schwindenden Vorräte an Schutzkleidung zu retten, verwenden wir sie nur bei bekannten Fällen von Covid-19", heißt es auf Facebook.

Danke!

Bewegende Bilder und Geschichten, die einmal mehr dazu veranlassen, all denjenigen aus tiefstem Herzen zu danken, die sich Tag für Tag dem Virus stellen und für uns da sind. Danke!

Verwendete Quellen: Facebook, Twitter, Instagram

aen Gala

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