Polizei muss einschreiten: Busfahrer weigert sich, Frau mit Blindenhund mitzunehmen

Unglaublich! Eine Frau aus Melbourne, Australien, und ihr Blindenhund wurden aus einem Bus geschmissen. Sogar die Polizei musste einschreiten. 

Louise Pearson, 50, war am Dienstagmorgen (18. Februar) zusammen mit ihrem Blindenführhund Arthur in ihrem Stadtteil Greensborough in Melbourne unterwegs. Mit einem Bus der Linie 513 wollte sie zu ihrer Arbeitsstelle fahren. Was der Frau dann passierte, macht einfach nur sprachlos. 

Busfahrer weigert sich, Blindenhund mitzunehmen 

"Der Bus hielt vor mir, die Türen öffneten sich und der Busfahrer sagte zu mir: 'Keine Hunde in diesem Bus'", so Louise Pearson gegenüber dem australischen Nachrichtensender "7 News". "Ich sagte, dies sei ein Blindenhund, stieg in den Bus ein und setzte mich hin", erklärt Pearson weiter. Doch vergebens: Der Fahrer blieb stur und glaubte der Frau nicht. Fast eine Stunde lang soll er sich geweigert haben, weiterzufahren. Und das, obwohl sogar andere Fahrgäste versucht haben ihn zu überzeugen, Pearson und ihren Hund mitzunehmen. Keine Chance. Irgendwann musste sogar die Polizei anrücken und zwischen den beiden Parteien vermitteln.

Hilfe von der Polizei

Nachdem Louise Pearson den Beamten ihren Blindenausweis zeigte, boten diese ihr sogar an, sie zur Arbeit zu fahren. Denn: Der Fahrer weigerte sich nach wie vor. Dieses Angebot lehnte Pearson allerdings ab. "So gewinnt man keinen Kampf", sagt sie dem australischen Radiosender "3AW 693 News Talk". Irgendwann gab der respektlose Busfahrer schließlich auf und fuhr nach über eine Stunde endlich los. "Ich kann nicht glauben, dass wir heutzutage noch so einen Unsinn haben", sagt Pearson über diesen schlimmen Vorfall. "Ich bin total blind und versuche nur, zur Arbeit zu gehen." Und sie ist im Recht: Laut dem Gesetz des Bundesstaats Victoria müssen Blindenhunde mit allen öffentlichen Nahverkehrsmitteln transportiert werden.

Busunternehmen muss sich entschuldigen

Nun muss sich das zuständige Busunternehmen "Dysons" mit dem peinlichen Fauxpas auseinandersetzen. "Während wir den Vorfall weiter untersuchen, scheint es, dass er durch ein Missverständnis des Fahrers verursacht wurde. Wir entschuldigen uns vorbehaltlos für etwaige Unannehmlichkeiten, die dem Passagier und anderen im Bus entstanden sind", teilt das Unternehmen dem Radiosender mit. "Dysons setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen frei und bequem mit seinen Diensten reisen können. Sehbehinderte Kunden gehören zu einer Reihe von Gruppen, in denen wir unsere Fahrer schulen."

Verwendete Quellen: 7 News, Twitter

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