Buschbrände in Australien: Forscher schätzen: über eine Milliarde toter Tiere

Die Buschbrände in Australien fordern immer mehr Todesopfer. Neueste Schätzungen der Forscher klingen dramatischer als bisher angenommen: Schon über eine Milliarde Tiere sollen umgekommen sein.

In Australien wüten weiter die Flammen 

Australien steht in Flammen. Seit mehreren Wochen lodern Feuer in weiten Teilen des Landes und bedrohen Leib und Leben – eine Naturkatastrophe selten zuvor da gewesenen Ausmaßes. Wie dramatisch die Situation vor allem für die Tierwelt ist, machen aktuelle Schätzungen von Forschern deutlich.

Experten gehen von über 1 Milliarde toten Tieren aus

Bisher war von knapp 500 Millionen verbrannter Tiere die Rede, doch diese Zahl muss offenbar deutlich nach oben korrigiert werden. Wie der australische Ökologie-Professor Christopher Dickman gegenüber "Huffington Post" bestätigt, muss die Zahl auf etwa eine Milliarde festgelegt werden. 

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Das wären doppelt so viele Tiere, die in den Flammen ihr Leben verloren. Erste Schätzungen hätten sich lediglich auf den Bundesstaat New South Wales bezogen. Zudem habe man in den ersten Hochrechnungen nur getötete Säugetiere, Vögel und Reptilien eingerechnet, einige Gruppen von Wildtieren seien nicht berücksichtigt worden, da man hier keine genauen Populationszahlen hatte. Auch Fledermäuse, Frösche und wirbellose Tiere müssten unbedingt dazugezählt werden, schreibt "Huffington Post". Demnach wäre die Zahl der getöteten Tiere deutlich höher.

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Zahlen sind immer nur Schätzungen

Wie viele Tiere genau in den Buschbränden ihr Lieben ließen, das wird vermutlich nie gänzlich geklärt werden können. Immerhin sind alle Zahlen, die von Ökologen herausgegeben werden, lediglich Schätzungen. Es gibt keine genau protokollierten Zahlen, wie viele Tiere wirklich in Australien leben. "Watson" erklärt, dass Forscher ihre Zahlen ermitteln, "indem sie die Populationsdichte bestimmter Tierarten zugrunde legen und davon ausgehend ausrechnen, wie viele Tiere auf der nun bereits verbrannten Fläche gelebt haben müssen." Diese Zahlen werden nun mit der verbrannten Fläche Australiens multipliziert. Die neuen Angaben, die von einer Milliarde toter Tiere ausgehen, schließen jetzt alle Tierarten mit ein.

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 Wer an Australien denkt, dem dürften als erstes Kängurus und Koalas einfallen. Und jene sind es auch, die von den Feuern besonders bedroht sind. Während Kängurus noch die Möglichkeit haben, wegzuhüpfen, sind Koalas meist in Bäumen unterwegs und hier einfach nicht schnell genug, um den Flammen zu entkommen. Zudem ist ihre Art sowieso schon stark bedroht – vor den Buschbränden war ihre Zahl schon dramatisch zurückgegangen – die Feuer tun nun ihr übriges. 

Verwendete Quelle: Watson, Huffington Post, Welt

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