Brandon Stanton Offener Brief an Donald Trump sprengt Facebook

Donald Trump
© Reuters
MIt rassistischen Parolen ebnet sich Donald Trump in den USA derzeit seinen Weg zum Präsidentschaftskandidaten. Der Journalist Brandon Stanton kontert mit einem offenen Brief - und bricht damit einen Facebook-Rekord

Donald Trump möchte eine Mauer um Mexiko bauen, Moscheen in den USA rund um die Uhr bewachen lassen und die etwa 11 Millionen illegalen Einwanderer in den USA (die teilweise seit mehreren Jahren ein Teil der Gesellschaft und eingeschult sind) umgehend deportieren lassen. Kurz: Donald Trump ist ein Rassist - und auf dem besten Weg, in den Vereinigten Staaten zum Präsidenschaftskandidaten der Republikaner zu werden. Der 69-Jährige hat viele Wähler. Doch immer lauter wird auch die Kritik gegen den Milliardär, denn die Gefahr, dass Trump tatsächlich Präsident werden könnte, rückt immer näher heran.

Ein offener Brief gegen Trump wurde nun auf der beliebten Facebook-Page "Humans of New York" vom Betreiber Brandon Stanton verfasst und sprengt Facebook - bisher wurde der Beitrag über zwei Millionen Mal geteilt und bekam ein Like von etwa 1 083 600 Usern. Gemeinsam gegen Trump, so lautet die eindringliche Botschaft.

"Der hasserfüllte sind Sie"

Stanton schreibt:

"Ich habe gesehen, wie Sie rassistische Bilder retweetet haben. Ich habe gesehen, wie Sie rassistische Lügen retweetet haben. (...) Ich habe gesehen, wie Sie freudig zu Gewalt aufgerufen und versprochen haben, denjenigen, die Gewalt in Ihrem Namen begehen, die Anwaltskosten zu bezahlen. (…) Ich habe gesehen, wie Sie händereibend Geschichten darüber erzählen, wie sie Muslime mit Kugeln töten wollen, die in Schweineblut eingetaucht worden. Ich habe gesehen, wie Sie Flüchtlinge mit "Schlangen" vergleichen und behaupten, 'der Islam hasst uns'.

Ich bin ein Journalist, Mr. Trump. In den vergangenen zwei Jahren sprach ich in ausführlichen Gesprächen mit hunderten von Muslimen, alle ganz unwillkürlich ausgewählt, auf den Straßen des Irans, des Iraks und in Pakistan. Ich habe auch viele Syrer und Iraker in sieben verschiedenen Ländern interviewt. Und ich kann bestätigen - der hasserfüllte sind Sie."

skn


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