Eine Uhr für 14 Euro statt 421 Euro oder ein Paar hochwertig aussehende Männerschuhe für 8 Euro statt 58 Euro geben dem Käufer den Anschein, ein lukratives Schnäppchen zu schießen. Solch lächerlich niedrige Preisen gibt es bei der Shopping-App "Wish" dauerhaft. Was verlockend klingt, ist – wenn man einmal ganz ehrlich in sich hinein horcht – eigentlich zu schön, um wahr zu sein, oder?
Bereits erste Abmahnung durch die Verbraucherzentrale
Dass bei der App "Wish" nicht alles mit rechten Dingen zugeht, davor warnt jetzt auch die Verbraucherzentrale. Auf ihrer Webseite wird verkündet, dass die Verbraucherzentrale Hessen die Online-Plattform bereits erfolgreich abgemahnt hat: Die App müsse die AGB übersetzen und einen Ansprechpartner für Probleme im Impressum ergänzen.
Unzählige Nutzer-Beschwerden
Die Verbraucherzentrale registrierte bereits Wochen zuvor eine Vielzahl an Nutzer-Beschwerden: Die Produkte kämen häufig beschädigt oder gar nicht an, seien schlecht verarbeitet und teilweise würden teure Mahnschreiben schon vor der gelieferten Ware verschickt werden, heißt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale.
Unternehmen fungiert lediglich als Mittler
Denn was die nach Angaben der App rund 300 Millionen Nutzer nicht wissen: Bei "Wish" handelt es sich nicht um einen typischen Onlineshop. Das Unternehmen aus Kalifornien fungiert lediglich als Vermittler zwischen Kunden und Produzierenden. Die eigentlichen Verkäufer sitzen häufig in China. Wer das genau ist, erfährt der Kunde meist nicht. In diesem Zusammenhang solle sich der Käufer auch nicht von den günstigen Preisen blenden lassen. Dadurch dass der eigentliche Verkäufer in Asien sitzt, können die Gesamtkosten durch Versand-, Zoll- und Rücksendegebühren zudem schnell in die Höhe schießen.
Verwendete Quellen:Verbraucherzentrale, Der Westen, Computerbild