Beziehungskrise? : Richtiges Streiten kann die Partnerschaft retten

Wenn in einer Partnerschaft ein Streit ausbricht, muss das nicht gleich das Beziehungsende oder gar die Scheidung bedeuten. Glückliche Paare streiten nicht unbedingt weniger, aber dafür richtig

In einer Beziehung gehört Streit dazu. Die Frage ist nur, wie Partner damit umgehen. 

Zunächst einmal ein Lichtblick für alle Paare: Jede Beziehung hat Höhen und Tiefen und diese bedeuten nicht gleich die Trennung. Schon Goethe sagte über Langzeitpaare: "Im Ehestand muss man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man was voneinander!"
Mit diesen Tipps gehen Sie konstruktiver mit kleinen Streitereien um und umgehen eine vermeintliche Beziehungskrise.

Beziehungskrise? Sie streiten sich nur noch mit Ihrem Partner

Ein Satz, ein Wort und eigentliche Turteltauben stehen miteinander auf Kriegsfuß. Jeder Mensch streitet anders und genau hier beginnt in einer Beziehung das Problem. Würden wir stattdessen wissen, wie der Partner mit Konflikten umgeht, können große Streitigkeiten häufig vermieden werden und die Krisenstimmung kommt erst gar nicht auf. 

Was für Streittypen sind Sie und Ihr Partner?

1. Der Harmoniesüchtige: Streitereien stellen eine extreme Herausforderung dar. Er hat Angst vor einer Trennung, wittert sofort eine Krise und bekommt Panik
2. Der Choleriker: Hier übernehmen Emotionen das Steuer - es wird intensiv!
3. Der Pikierte: Das eigene Verhalten wird im Streit nicht reflektiert. Stattdessen fühlt er sich schnell persönlich angegriffen 
4. Der Dickkopf: Rhetorik und Argumentationen untermauern seine eigene Meinung - nur die zählt nämlich
5. Der Meckerhannes : Nie ist etwas gut genug
6. Der Kopfmensch: Alles wird bis ins Detail analysiert und Entscheidungen werden rational getroffen

Verhaltensregeln für konstruktives Streiten in einer Krise

Wenn Sie herausgefunden haben, welche Streittypen Sie und Ihr Partner sind, können Reaktionen viel besser eingeschätzt und Krisen vermieden werden. Halten Sie sich bei der nächsten Diskussion vielleicht an folgende Leitlinien: 

  • Ein Perspektivwechsel führt zu mehr Verständnis füreinander. Was könnte Ihren Partner durch den Kopf gehen? So kann nachvollzogen werden, warum der Partner so handelt und diese Woche zum Beispiel die neue Kommode noch nicht aufgebaut hat. Sie steht seit Tagen verpackt im Flur. Vielleicht hat er im Moment einfach viel im Job zu tun? Durch einen Perspektivwechsel können Sie auch die Kritik Ihres Partners besser nachvollziehen und überdenken das eigene Verhalten
  • Das führt dazu abzuschätzen, ob es überhaupt der richtige Moment ist, um ein kritisches Thema anzusprechen. Natürlich sollten auch störende Kleinigkeiten angesprochen werden, allerdings nicht an einem Tag, wo die Stimmung sowieso schon angespannt ist. Dann kann der Hinweis darauf, dass er seine Socken immer rumfliegen lässt, nämlich auch noch warten
  • Der Ton macht die Musik! Auch wenn Sie vor Wut brodeln und wirklich wütend sind, sollten keine Beleidigungen fallen. Dazu zählt auch eine respektvolle Körpersprache, denn ein Augenrollen kann auch als Beleidigung wahrgenommen werden. Erklären Sie sich Ihrem Partner und nennen Sie Beispiele. Nur so bleibt die Unterhaltung konstruktiv
  • Genauso wichtig ist die Formulierung, die man wählt. Es ist immer einfach in einen Rausch zu verfallen und dem Partner in einer Streiterei aufzuzählen, was er alles falsch machen würde. Ein "Du bist so unzuverlässig!" greift ihn persönlich an. Die Folge ist, dass er sich attackiert fühlt und in eine Abwehrhaltung geht. Überlegen Sie sich genau, was das Thema ist und schweifen Sie nicht davon ab.
    Sie stellen Ihren Standpunkt weniger vorwurfsvoll dar, wenn Sie eindeutige Ich-Botschaften senden. "Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn du so häufig zu spät kommst", mit dieser Formulierung erklären Sie nicht nur das Problem ohne mit dem Finger auf Ihren Partner zu zeigen, sondern schildern auch Ihre Gefühlslage. Das Gespräch findet so auf einer völlig anderen Ebene statt
  • Suchen Sie dann gemeinsam nach Lösungen. Ihr Partner weiß im Zweifel gar nicht, was er aus Ihrer Kritik ziehen soll. Zum konstruktiven Streiten in einer Partnerschaft gehört auch, dass man Lösungsansätze mitbringt und genau formuliert, was die Situation besser machen würde. Überlegen Sie sich also, was Sie sich von Ihrem Partner wünschen

Die Kunst, sich beim Partner zu entschuldigen

In der Rolle des Angeklagten sollten auch Sie in der Lage sein, Ihr Verhalten zu reflektieren. Sind Sie vielleicht einen Schritt zu weit gegangen? Stehen Sie zu Ihren Fehlern und versuchen Sie nicht diese zu vertuschen oder klein zu reden. Ein ehrliches "Es tut mir leid!", lässt so manchen Streit im Keim ersticken. Achten Sie allerdings darauf, dass nach einer Entschuldigung kein "aber" kommt. Das passiert leider schneller, als man denkt.
Der Philosoph Friedrich Nietzsche wusste schon: "Wenn sich jemand vor uns entschuldigt, so muss er es sehr gut machen: sonst kommen wir uns selber leicht als die Schuldigen vor und haben eine unangenehme Empfindung."

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